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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2019

AutorInnen: Papp, Sophie Marie

Titel: Bovine oviductal fluid: minimal invasive collection, proteome analysis and application in in vitro culture of bovine embryos.

Titelvariante: Bovine Eileiterflüssigkeit: minimalinvasive Gewinnung, Proteom Analysen und Einsatz in der in vitro Kultur boviner Embryonen

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 46.


Autor/innen der Vetmeduni Vienna:

Papp Sophie

Betreut von:
Besenfelder Urban

Begutachtet von:
Saalmüller Armin

Einrichtung:
Institut für Tierzucht und Genetik, Abteilung für Reproduktionsbiologie


Abstract:
Der Eileiter bietet das optimale Mikromilieu für die frühembryonale Entwicklung. Die Zusammensetzung der bovinen Eileiterflüssigkeit wird seit Dekaden untersucht, um die embryo-maternale Kommunikation besser zu verstehen, um Medien für die in vitro Produktion von Embryonen zu optimieren und um die Mechanismen der epigentischen Programmierung zu ergründen. Der in vivo Zugang zur Eileiterflüssigkeit des Rindes ist eine Herausforderung und daher wird Eileiterflüssigkeit üblicherweise post mortem gewonnen. Das Ziel der hier präsentierten Arbeit war der Einsatz der transvaginalen Endoskopie, um einen minimalinvasiven Zugang zum Eileiter des Rindes zur Probengewinnung zu schaffen. Wir entwickelten zwei neue Methoden, um in vivo Proteine in der Eileiterflüssigkeit des Rindes zu gewinnen. Im ersten Versuch wurden Protein bindende Beads in den Eileiter transferiert, die Proteine in der Eileiterflüssigkeit wurden in situ gebunden und die Beads wurden mittels Spülung wiedergewonnen. Die Proteine wurden von den Beads eluiert. Im zweiten Versuch wurde Eileiterflüssigkeit mittels Spülung durch wiederholte Injektion und Aspiration der Spüllösung gewonnen. Die Proteinkonzentration wurde mittels Bradford Assay bestimmt und die Proteine wurden mittels nano-LC-MS/MS identifiziert. Proben von 30 Kalbinnen wurden in zwei unterschiedlichen Zyklusstadien (Tag 1 und Tag 3) analysiert. Beide Methoden konnten erfolgreich angewandt werden und insgesamt wurden mehr als 3000 Proteine identifiziert. Dies stellt bisher das umfangreichste Proteom der Eileiterflüssigkeit dar. Dieser neue, minimalinvasive Zugang zur Eileiterflüssigkeit des Rindes ermöglicht zukünftige, innovative Versuchsdesigns, um die frühembryonale Entwicklung zu untersuchen.In einer Vorstudie wurde Eileiterflüssigkeit post mortem von Rindern gesammelt, um den Einsatz von Eileiterflüssigkeit als einzige Proteinquelle in der in vitro Kultur boviner Embryonen zu etablieren. Der Ersatz von Serum durch Eileiterflüssigkeit resultierte zwar in niedrigeren Blastozystenraten, aber höheren Überlebensraten nach dem Tiefgefrieren und Auftauen, was auf eine bessere Blastozystenqualität hindeutet. In zukünftigen Studien kann in vivo gewonnene Eileiterflüssigkeit in der in vitro Kultur eingesetzt werden, um die Embryoqualität zu verbessern.


Im Rahmen der Hochschulschrift entstandene Publikation(en):

Papp, SM; Fröhlich, T; Radefeld, K; Havlicek, V; Kösters, M; Yu, H; Mayrhofer, C; Brem, G; Arnold, GJ; Besenfelder, U (2019): A novel approach to study the bovine oviductal fluid proteome using transvaginal endoscopy. Theriogenology. 2019; 132:53-61

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