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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2005

AutorInnen: Mlacnik, E

Titel: Gewichtsmanagement und funktionelle Unterstützung der Gelenksfunktion beim adulten übergewichtigen Hund.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 126.

Betreut von:

Bockstahler Barbara
Zentek Jürgen


Zugehörige(s) Projekt(e): Gewichtsmanagement und funktionelle Unterstützung der Gelenksfunktion bei geriatrischen Hunden mit Übergewicht


Abstract:
Die Auswirkungen einer Körpermassereduktion und der Einfluss physikaltherapeutischer Maßnahmen auf die mit Arthrosen assoziierten klinischen Symptome wie Lahmheitsgrad und Schmerzhaftigkeit wurde anhand von 29 adulten übergewichtigen Hunden mit klinisch und röntgenologisch nachgewiesener Arthrose untersucht. Zur Durchführung der Untersuchungen wurden die Patienten in zwei Gruppen unterteilt. Die Behandlung der Adipositas erfolgte in beiden Gruppen durch Restriktion der Energieaufnahme auf 60 % des Erhaltungsbedarfs bezogen auf das festgelegte Idealgewicht. Die Hunde beider Gruppen absolvierten ein physikal-therapeutisches Heimtherapieprogramm, die Gruppe 1 wurde zusätzlich elektro-therapeutisch behandelt. Zur Evaluierung des Therapieerfolgs wurden alle Patienten monatlich gewogen und orthopädischen und in zweimonatigen Abständen kinetischen Untersuchungen unterzogen. Verglichen mit der Körpermasse bei der Erstuntersuchung wiesen die Hunde beider Gruppen zu den Kontrolluntersuchungen eine signifikant geringere Körpermasse auf. Die Ergebnisse der orthopädischen Untersuchung der Gruppe 1 zeigten eine signifikante Abnahme des Lahmheits- und Schmerzgrades ab der ersten Kontrolluntersuchung und im gesamten verbleibenden Studienverlauf. Die Evaluierung der Bodenreaktionskräfte ergab sowohl für die maximale vertikale Kraft als auch für den vertikalen Impuls in dieser Gruppe eine signifikante Verbesserung zu allen Evaluierungszeitpunkten. Die Ergebnisse der orthopädischen und kinetischen Untersuchungen der Gruppe 2 zeigten eine signifikante Abnahme des Lahmheitsgrades nach zwei, drei, vier und fünf Monaten und eine signifikante Verbesserung des Palpationsbefundes nach drei und vier Monaten. Der maximale vertikale Druck stellte sich nach vier Monaten signifikant symmetrischer dar. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Körpermassenreduktion mit begleitender physikaltherapeutischer Unterstützung zu einer verbesserten Symptomatik bei Hunden mit Arthrosen führt. Die Anwendung zusätzlicher physiotherapeutischer Verfahren und eine intensivere Betreuung der Besitzer resultiert jedoch in einer insgesamt höheren Effizienz, sowohl bezüglich der Körpermassereduktion, als auch in Form einer günstigeren Beeinflussung der klinischen Symptomatik.

Schlagworte:
Adipositas / Bodenreaktionskräfte / Hund / Osteoarthrose / Physikalische Therapie


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