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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: PhD-Arbeit

Publikationsjahr: 2007

AutorInnen: Awad, W

Titel: Effects of the fusarium toxin deoxynivalenol (DON) on digestive functions of chickens.

Quelle: PhD-Arbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 87.


Autor/innen der Vetmeduni Vienna:

Awad Wageha

Betreut von:
Zentek Jürgen


Abstract:
Die vorliegende Studie beschreibt den Einfluss des Fusarientoxins Deoxynivalenol (DON) auf verschiedenene zootechnische und verdauungsphysiologische Aspekte beim Huhn. Leistungsmerkmale, transportphysiologische Vorgänge im Intestinaltrakt (elektrophysiologische Parameter, Glukose- und Aminosäurentransport, DON-Absorption) sowie mögliche antagonisierende Effekte eines probiotischen Futterzusatzes (Eubacterium sp., PB) wurden in verschiedenen Versuchsansätzen geprüft. Eine Konzentration von 10 mg/kg DON im Futter hatte keinen Effekt auf Futteraufnahme und Leistungsparameter. Die Verabreichung des Probiotikums erbrachte eine geringfügige Steigerung der Futteraufnahme und der Lebendmassezunahme. DON bewirkte eine geringe Reduktion des absoluten und relativen Organgewichts der Leber, bei anderen Organen wurden im Vergleich zu der Kontroll- und DON-PB-Gruppe keine Veränderungen festgestellt. DON induzierte im Duodenum und Jejunum eine Verkürzung und verminderte Duchrmesser der Villi und beeinflusste den transepithelialen Kurzschlussstrom (Isc) nach Zugabe von D-Glukose und Prolin. Die Ergebnisse lassen auf eine Beeinträchtigung der Na+-D-Glukose-Kotransportsystems (SGLT1) durch DON schließen. Die Glukoseaufnahme wurde durch DON ähnlich wie durch Phlorizin, einem spezifischen Hemmstoff für SGLT1, beeinflusst. Diese Ähnlichkeit lässt die Vermutung, zu dass der Na+-D-Glukose-Kotransport von DON beeinflusst wurde. Die Reduktion des Isc bei Zusatz von Prolin und DON weist auf eine Hemmung des Na+-abhängigen Aminosäurentransports durch DON hin. Möglicherweise ist die Inhibition natriumabhängiger Transportsysteme ein Schlüsselmechanismus der Toxizitätseffekte von DON beim Geflügel. DON wurde über das Jejunum konzentrationsabhängig absorbiert, so dass eine vorwiegend passive Diffusion zu vermuten ist Nach Verfütterung von Eubacterium DSM 11798 konnte eine teilweise Antagonisierung der DON Effekte auf den Glukossetransport sowie eine Verbesserung des histologischen Befundes in Form einer zur Kontrollgruppe vergleichbaren Villuslänge im Intestinaltrakt beobachtet werden. Aus den vorliegenden Daten kann die Schlussfolgerung gezogen warden, dass DON nachweisbare Effekte auf die Darmmorpholoige und -funktion haben kann, ohne dass die Leistung nachteilig beeinflusst wird. In folgenden Untersuchugnen sollten die auf der molekularen Ebene ablaufenden Veränderungen sowie die Wirkungen auf Proteom und Metabolom sowie die möglichen Einflüsse auf lokale und systemische Immunfunktionen weiter charakterisiert werden.

Schlagworte:
Deoxynivalenol / verdauungsphysiologische Paramater / Huhn


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