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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2007

AutorInnen: Haderer, AI

Titel: Vitaminkonzentrationen im Blut von Hunden mit chronischen Lebererkrankungen, chronischen Nierenerkrankungen sowie von Hunden vor und nach Chemotherapie.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 143.


Autor/innen der Vetmeduni Vienna:

Galler Alexandra

Betreut von:
Thalhammer Johann
Zentek Jürgen


Abstract:
Obwohl über den Vitaminstatus chronisch kranker Hunde kaum Daten vorliegen, wird trotzdem empfohlen betroffene Patienten mit Vitaminen zu supplementieren. Ziel dieser Studie war es, den Vitaminstatus im Blut von Hunden mit chronischen Nierenerkrankungen, chronischen Lebererkrankungen und von Patienten mit malignen Neoplasien zu erheben. Zusätzlich wurde der Einfluss einer chemotherapeutischen Behandlung bei Hunden mit malignen systemischen oder metastasierten Neoplasien untersucht. Die Daten dienten als Grundlage zum Vergleich mit den aus der Literatur vorliegenden Daten gesunder Hunde. Zu diesem Zweck wurden Blutproben von 13 Hunden mit chronischen Hepatopathien, 17 Hunden mit chronischen Nephropathien sowie von 12 Hunden mit malignen Neoplasien auf deren Vitamingehalt untersucht. Die Blutabnahme erfolgte bei den chronisch leber- sowie nierenkranken Hunden einmalig und bei den Patienten mit neoplastischen Veränderungen zweimalig, jeweils vor Beginn und nach Abschluss der chemotherapeutischen Behandlung. Es erfolgte eine Untersuchung der Vitamine A, B1, B2, B6, Ascorbinsäure, 25-Hydroxycholecalciferol und alpha-Tocopherol mittels HPLC. Biotin, Folat, Vitamin B12 sowie die Pantothensäure wurden mikrobiologisch bestimmt. Hunde mit chronischen Hepatopathien zeigten erhöhte Konzentrationen an Vitamin B1, B2, B12, Ascorbinsäure, Retinylstearat und Retinylpalmitat sowie eine Erniedrigung von Retinol, Biotin, Pantothensäure und 25-Hydroxycholecalciferol im Vergleich zu den publizierten Daten gesunder Hunde. Patienten mit chronischen Nephropathien wiesen erhöhte Konzentrationen an Vitamin A, B1, B2, B6, B12 und Ascorbinsäure sowie eine Erniedrigung von 25-Hydroxycholecalciferol und Folat auf. Hunde mit neoplastischen Erkrankungen zeigten erhöhte Konzentrationen an Retinylpalmitat, Retinylstearat, Ascorbinsäure, Vitamin B1 und Biotin sowie eine verminderte Konzentration an Folat. Nach Beendigung der Chemotherapie kam es zu einer signifikanten Erhöhung der Retinolkonzentrationen sowie einer signifikanten Erniedrigung der Biotinspiegel im Blut der untersuchten Hunde. Diese Studie zeigt, dass es bei Hunden mit den genannten Erkrankungen zu Veränderungen eines Großteils der untersuchten Vitamine im Blut kommt. Die Veränderungen scheinen von der Art der chronischen Erkrankung abhängig zu sein, wobei eine Beeinflussung des Vitaminstatus durch die unterschiedliche Fütterung der Patienten nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Durchführung einer Chemotherapie hatte kaum Einfluss auf den Vitaminstatus im Blut der untersuchten Hunde.

Schlagworte:
Vitamine / Hund / Lebererkrankung / Nierenerkrankung / Chemotherapie


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