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Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2008

AutorInnen: Koinig, L

Titel: Untersuchungen zum Vorkommen der Mykotoxine Deoxynivalenol, Zearalenon, Fumonisine, Ochratoxin A und Aflatoxine in Trockenfuttern für Hunde.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 138.


Betreut von:

Böhm Josef


Abstract:
Im Rahmen einer Studie wurden insgesamt 76 Hundetrockenfuttermittel auf das Vorkommen der Mykotoxine Deoxynivalenol (DON), Zearalenon (ZEA), Fumonisine (FUM), Aflatoxine (AF) und Ochratoxin A (OTA) untersucht. Die quantitative Analyse der Proben (n = 76) wurde mit ELISA Testkits der Firma Neogen (Veratox®) durchgeführt. Die Detektionslimits für AF, OTA und FUM lagen bei 0.5, 1 und 50 µg/kg. Jene für DON und ZEA bei 10 µg/kg. Im Anschluss daran wurde eine HPLC (High Performance Liquid Chromatograph) Methode in Kombination mit Immunoaffinitätssäulchen durchgeführt. Das Detektionslimit der HPLC Anlage war für ZEA 3 µg/kg, für DON 5 µg/kg und die Quantifizierungsgrenze lag für ZEA bei 20 µg/kg und für DON bei 25 µg/kg. Die Ergebnisse zeigten, dass die meisten der fertig gekauften Hundetrockenfutter mit Mykotoxinen kontaminiert sind, die in Österreich und Europa eine Rolle spielen. DON war das Mykotoxin, das am häufigsten und mit den höchsten Konzentrationen nachgewiesen werden konnte. Bei der ELISA Untersuchung konnten 74 von 76 getesteten Proben (97 %) als DON positiv bewertet werden. 36 Hundefutterproben (47 %) wurden ZEA positiv getestet mit Konzentrationen bis zu 298 µg/kg. Weiters konnten in 32 Proben (42 %) Fumonisine mit Werten bis zu 568 µg/kg nachgewiesen werden. Vier Proben zeigten eine Kontamination mit OTA, wobei der höchste Wert bei 4.7 µg/kg lag. In keiner der 76 Hundefutter konnten Aflatoxine nachgewiesen werden. Die HPLC Untersuchung ergab, dass 24 von 29 getesteten Proben (83 %) DON Konzentrationen bis zu 1386 µg/kg aufwiesen. In 15 der 22 auf ZEA getesteten Hundefutter (68 %) konnten Konzentrationen bis 549 µg/kg nachgewiesen werden. Ein Vergleich der beiden Untersuchungsmethoden ergab ein Bestimmtheitsmaß (R²) von 0.88 für ZEA. Drei Proben wurden auf FUM untersucht. Der höchste ermittelte Wert lag hier bei 119 µg/kg. Keines der untersuchten Hundetrockenfutter überschritt den Grenzwert von 0.01 mg/kg für AFB1 und die Richtwerte von 5 mg/kg für DON und FUM. Für die anderen untersuchten Mykotoxine existieren keine Grenz- oder Richtwerte für Heimtierfutter. Diese Studie zeigte, dass die meisten Hundetrockenfutter mindestens mit einem Mykotoxin belastet sind, zum Teil in sehr hohen Konzentrationen.

Schlagworte:
Mykotoxine / Hundetrockenfutter / ELISA / HPLC


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