Veterinärmedizinische Universität Wien Forschungsinformationssystem VetDoc

Grafischer Link zur Startseite der Vetmeduni Vienna

Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2003

AutorInnen: Schneider, S

Titel: Knochendichtemessungen an Oberschenkelknochen juveniler und adulter Hunde mittels Dual Enegy X-Ray Absorptiometry (DXA) und peripherer Quantitativer Computertomographie (pQCT) im Vergleich mit chemischer und physikalischer Analyse.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 69.


Betreut von:

Zentek Jürgen


Zugehörige(s) Projekt(e): Skelettentwicklung beim Hund (Röntgen, Anatomie, Histologie, Ernährung)

Vergleichende Prüfung von Methoden zur Untersuchung der Knochendichte beim Hund


Abstract:
Fragestellung: Bewertung von Knochendichte und Mineralstoffgehalt mittels nicht-invasiver Methoden (DXA und pQCT) und chemischen und physikalischer Analysen sowie Erfassung der Einflüsse von Alter und Knochengröße unter Berücksichtigung der verschiedenen Bezugsgrößen. Material und Methoden: An paarigen Femura von 15 juvenilen (MW  s = 21,0  7,7 Wochen) und 15 adulten großrassigen Hunden (MW  s = 8,3  4,2 Jahre) wurden 7 Regionen mittels DXA und 5 Regionen mittels pQCT gemessen. Der jeweils linke Femur wurde zusätzlich einer chemischen (Messung des Kalziumgehaltes mittels Atomabsorptions-spektrophotometrie und des Phosphorgehaltes mittels Vanadat-Molybdat-Methode nach nasser Veraschung) und physikalischen Analyse (gravimetrisches Verfahren) unterzogen. Ergebnisse: Bei juvenilen Hunden konnte mit zunehmendem Alter ein Anstieg der Knochendichte und des Mineralstoffgehaltes (P;0,05) festgestellt werden, bei adulten Hunden hingegen eine tendenzielle Abnahme dieser Werte. Demgegenüber nahmen bei adulten Hunden die mittels pQCT bestimmte Knochendichte (r = -0,588 bis -0,715) sowie die korrespondierende gravimetrisch bestimmte Knochendichte (r = -0,615) mit zunehmender Femurlänge signifikant und der chemisch bestimmte Kalziumgehalt tendenziell ab (r = -0,414), während die mittels DXA bestimmte Knochendichte mit zunehmender Knochenlänge zunahm (r = 0,478 bis 0,629). Die mittels pQCT gemessene Knochendichte korrelierte gut mit der gravimetrisch gemessenen Knochendichte (r = 0,953; P;0,001 bei adulten Hunden, r = 0,758; P;0,01 bei juvenilen Hunden) und dem chemisch bestimmten Kalziumgehalt (r = 0,805; P;0,001 bei adulten Hunden, r = 0,916; P;0,001 bei juvenilen Hunden). Der mittels DXA gemessene Mineralstoffgehalt (in g) korrelierte sehr gut mit dem chemisch gemessenen Kalziumgehalt (in g) (r = 0,992; P;0,001). Bei juvenilen Hunden korrelierten alle Messergebnisse (P;0,05) unabhängig von der verwendeten Technik und der physikalischen Einheit. Hingegen konnte bei adulten Hunden eine Korrelation zwischen der mittels DXA und der mittels (1) pQCT gemessenen Knochendichte, dem (2) chemisch bestimmten Kalziumgehalt und der (3) physikalisch bestimmten Knochendichte nur festgestellt werden, wenn die DXA-Messergebnisse auf die individuelle Femurlänge bezogen wurden (r = 0,827 bis 0,890; P;0,001). Bei adulten Hunden war die links-rechts Variabilität in der distalen Metaphyse am höchsten, insgesamt jedoch gering. Schlussfolgerung:Bei zusammenfassender Betrachtung zeigen Knochendichte und -mineralisierung deutliche Altersabhängigkeiten insbesondere bei juvenilen aber auch bei adulten Hunden. Bei adulten Hunden unterschiedlicher Größe kann ein Zusammenhang zwischen DXA und pQCT wie auch zwischen DXA und den meisten Ergebnissen aus physikalischer und chemischer Analyse nur nach Berücksichtigung von Knochengröße/Knochenlänge hergestellt werden. Die gravimetrische Knochendichte (g/ml) ist durch die längenkorrigierten DXA-Knochendichten (g/cm3) und durch die pQCT-Knochendichten (mg/cm3) in etwa gleich gut erfassbar. In Hinblick auf den chemisch bestimmten Kalziumgehalt (g/l) stehen selbst nach Längenkorrektur die DXA-Knochendichten den pQCT-Knochendichten etwas nach.

Schlagworte:
Hund / Oberschenkelknochen / Osteodensitometrie


© Veterinärmedizinische Universität Wien Hilfe und Downloads