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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2003

AutorInnen: Spitaler, M

Titel: Dioxin-Rückstände im Schweinefleisch.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 77.


Betreut von:

Iben Christine


Zugehörige(s) Projekt(e): Untersuchung der Belastung von Mastschweinen mit Dioxin nach Verabreichung von kontaminiertem Futter


Abstract:
Ein Fütterungsversuch mit Schweinen wurde über einen Zeitraum von 18 Wochen durchgeführt, um die Frage zu klären, wie hoch die Rückstände im Schweinefleisch nach Verfütterung von mit polychlorierten Dibenzodioxinen und -furanen (PCDD/F) kontaminiertem Futter sind. Alleinfuttermittel für Schweine wurden mit 0,75, 2 oder 4 ng TEQ (Dioxin/Furantoxizitätsäquivalent)/kg Futter versetzt. Nach der Schlachtung wurden Leber- und Fleischproben (Bauchfleisch, Schlegel und Kotelett) entnommen. Eine wesentliche Verringerung des PCDD/F Gehaltes im Fleisch wurde in jener Gruppe, die in der Aufzuchtperiode kontaminiertes und in der 12wöchigen Mastperiode unkontaminiertes Futter erhielt. Eine nur 4wöchige Verfütterung von unbelastetem Futter vor der Schlachtung ergab keine Veränderung bei den Rückständen von PCDD/F im Fleisch. Die Zubereitung der Fleischproben ergab außer beim Bauchfleisch nur geringgradige Änderungen des Gehaltes an Kongeneren. Der derzeit empfohlene Vorsorgeaktionswert von 0,75 ng PCDD/Fs /kg Schweinefutter erlaubt die Einhaltung der von der WHO/FAO veranschlagten Grenzwerte von 4 pg/kg Körpermasse. Um auch die von Deutschland empfohlenen Grenzwerte von 1 pg/kg Körpermasse einhalten zu können, sollte man im Falle einer Belastung des Schweinefutters mit 0,75 ng PCDD/F/kg Futter den Verzehr von fettreichem Schweinefleisch meiden.

Schlagworte:
Dioxin / PCDD/F / Rückstände / Schweinefleisch


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