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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2010

AutorInnen: Eckl, Dominik

Titel: Pyrrolizidin-Alkaloide bei Greiskraut-Arten (Senecio, Asteraceae).

Titelvariante: Pyrrolizidin-alkaloids in Senecio-species (Asteraceae)

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 55.


Betreut von:

Chizzola Remigius

Begutachtet von:
Chizzola Remigius
Schmerold Ivo

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abstract:
Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) sind in einer Vielzahl höherer Pflanzen vorzufinden, am häufigsten in der artenreichen Gattung Senecio (Greiskräuter). Etwa ein Drittel der PA ist toxisch, wobei die hepatotoxische Wirkung klar im Vordergrund steht. Des Weiteren besitzen sie eine mutagene, carcinogene und teratogene Wirksamkeit. Humane Vergiftungsfälle werden hauptsächlich aus zweierlei Gründen hervorgerufen: Zum einen finden zahlreiche Produkte aus Pflanzen mit PA in der Volksmedizin Verwendung, zum anderen gibt es immer wieder Verunreinigungen von pflanzlichen Nahrungsmitteln durch PA-haltige Pflanzenteile oder Samen. Vergiftungen durch Pflanzen mit PA werden beim Tier einerseits durch Verfütterung von kontaminiertem Heu oder Silage hervorgerufen und treten andererseits relativ häufig bei jungem Weidevieh auf. Im Zuge dieser Diplomarbeit wurden sechs verschiedene heimische Greiskrautarten (S. jacobaea, S. vulgaris, S. vernalis, S. aquaticus, S. inaequidens und S. alpinus) aus unterschiedlichen österreichischen Wildstandorten gesammelt und mittels Gaschromatographie, gekoppelt mit Massenspektrometrie, auf ihre Alkaloidführung hin untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass in allen untersuchten Greiskrautarten toxische PA zu finden sind. Insgesamt konnten elf verschiedene PA nachgewiesen werden. Diese sind Senecionin, Seneciphyllin, Integerrimin, Senecivernin, Jaconin, Retrorsin, Erucifolin, Usaramin, Acetyl- Erucifolin, Eruciflorin sowie eines, das nicht näher identifiziert werden konnte (Tab. 3 & 4, Kapitel 4.1.2). Die drei Erstgenannten waren in allen Greiskrautarten anzutreffen, wobei meist Senecionin als Hauptalkaloid fungiert. Eine Ausnahme stellte S. inaequidens dar, hier war Retrorsin das Hauptalkaloid. Bei jeder Pflanzenart wurden PA in allen untersuchten Pflanzenbestandteilen (Wurzel, Blatt, Stängel, Blüte) festgestellt, wobei der größte Anteil jeweils in den Blüten anzutreffen war. Die Gesamtmengen (mg/g Trockenmasse) der PA variierte von Art zu Art enorm. Die Spannweite zog sich dabei von 47,9 mg/g (S. inaequidens) bis 0,5 mg/g (S. aquaticus). Abschließend konnte in dieser Arbeit auch eine Variabilität in der Alkaloidführung innerhalb einer Senecio-Art (S. aquaticus) durch Proben von verschiedenen Wildstandorten bestätigt werden.


Im Rahmen der Hochschulschrift entstandene Publikation(en):

Chizzola, R; Eckl, D; Bassler, G; Kriechbaum, M (2010): Pyrrolizidine alkaloids in Senecio species from the urban area of Vienna (Austria). 7th Tannin Conference/58th International Congress and Annual Meeting of the Society-for-Medical-Plant-and-Natural-Product-Research, Berlin, GERMANY, AUG 29-SEP 02, 2010. Planta Med (76), 12 1204-1204.

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