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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2010

AutorInnen: Hambauer, Simone

Titel: Der Einfluss von Adipositas auf den Glucosestoffwechsel der Katze.

Titelvariante: The impact of obesity on a cats glucose metabolism

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 22.


Betreut von:

Iben Christine

Begutachtet von:
Zentek Jürgen

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abschluss Datum: 24.01.11


Abstract:
Diabetes mellitus zählt zu einer der häufigsten endokrinologischen Erkrankungen der Katze. Meistens handelt es sich um den Typ-2-Diabetes. Der Diabetes der Katze ist dem des Menschen sehr ähnlich. Tiere jeden Alters, Rasse und Geschlechts können daran erkranken. Zu den Risikofaktoren zählen hohes Alter, männliches Geschlecht, Adipositas und mangelhafte Bewegung. Kommt es zu einer rechtzeitigen und passenden Behandlung, ist eine Remission möglich. Mit Hilfe einzelner Blutparameter kann die Diagnose Diabetes mellitus bestätigt werden. Die beiden wichtigsten Laborparameter sind die Blutglucose und die Fruktosamine. Diese beiden Parameter müssen eindeutig erhöht sein, um von einer Erkrankung an Diabetes mellitus sprechen zu können. Einen sicheren Hinweis gibt auch der Parameter Beta-Hydroxybutyrat. Adipositas gilt als die häufigste Folge der Fehlernährung in der Kleintiermedizin. Fettleibige Katzen scheinen eher an Diabetes mellitus zu erkranken als normalgewichtige Katzen. Um Adipositas festzustellen wird nicht nur die Körpermasse erfasst sondern auch der BCS. Mit Hilfe einer Skala von 1 bis 9 wird die Körperform beurteilt. Die vorliegende Studie sollte einen Zusammenhang zwischen Adipositas und Diabetes mellitus aufzeigen. Es wurden bei 41 Katzen Blutproben entnommen und gleichzeitig im Beisein der Tierbesitzer Fragebögen ausgefüllt. Alle Tiere dieser Studie waren kastriert. Der Glucosewert war bei den Tieren, die einen BCS von >5/9 aufwiesen, signifikant höher (119,09±73,69 vs. 174,56±132,83 mg/dl), die Fruktosamine und Beta-Hydroxybutyrat waren tendenziell höher als bei den Tieren, deren BCS mit 􀁤5/9 beurteilt wurde. Weiters beeinflusste die Aktivität der Katze, ob sie spielt oder nicht spielt, den Gehalt an Beta- Hydroxybutyrat im Serum signifikant. Die nicht spielenden Tiere (n=7) wiesen wesentlich höhere Werte im Plasma auf (0,13±0,17 vs. 0,55±0,65 mmol/l). Gleichermaßen war auch der Blutglucosewert der nicht spielenden Tiere wesentlich höher (232,14±171,12 vs. 125,36±79,63 mg/dl). Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie können erhöhte Körpermasse ebenso wie Inaktivität als prädisponierend für eine Erkrankung der Katze an Diabetes mellitus angesehen werden.


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