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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Baumgartner, Petra

Titel: Der Einsatz von Pflanzlichen Arzneimitteln in den Tierarztpraxen in Tirol.

Titelvariante: The use of phytopharmaceutical in veterinary ordinations in Tyrol

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 79.


Betreut von:

Zitterl-Eglseer Karin

Begutachtet von:
Dadak Agnes

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abschluss Datum: 25.08.11


Abstract:
Thema meiner Arbeit war, die Einsatzhäufigkeit von Phytopharmaka in Tierarztordinationen von Tirol zu erheben. Dies erfolgte mithilfe der Auswertung von 20 Fragebögen in Tirol. Anschließend wurden Vergleiche mit den bereits erhobenen Bundesländern Kärnten, der Steiermark, Oberösterreich und Wien angeführt. Die Umfrage behandelte den Einsatz pflanzlicher Arzneien hinsichtlich Indikation, des Krankheitsverlaufs und der Tierart, sowie die Beurteilung durch TierbesitzerInnen und TierärztInnen. In Tirol konnten grundsätzlich ähnliche Ergebnisse wie in den anderen Bundesländern erhoben werden. Zu den am häufigsten verabreichten Fertigpräparaten zählten Stullmisan und Colosan, die vorwiegend als zusätzliche Medikation zum Einsatz kamen. Bei den Tees überwiegte der Einsatz von Käsepappel und Kamille. Diese wurden von ca. 50% der Befragten häufig bis gelegentlich eingesetzt. Die Haupteinsatzgebiete von pflanzlichen Arzneien waren der Gastrointestinaltrakt, der Respirationstrakt, der Stoffwechsel und die Haut. Pflanzliche Arzneien wurden von 95% der TierärztInnen bei chronischen Erkrankungen als unterstützendes Medikament verabreicht, prophylaktisch wurden sie von 70% der Befragten als alleiniges Medikament verschrieben. Rinder wurden von 60% der TierärztInnen häufig mit Phytotherapeutika therapiert, eine gelegentliche Behandlung von Hunden wurde von 77,8% und von Pferden von 70% der Befragten angegeben. Phytopharmaka wurden von TierbesitzerInnen als durchwegs positiv bewertet, die Beurteilung der pflanzlichen Arzneien von seitens der TierärztInnen fiel neutral bis positiv aus. Bezüglich der Weiterbildungen gab die Mehrheit der Befragten an, niemals Weiterbildungen zum Thema Phytotherapie besucht zu haben. Der Einsatz und das wachsende Interesse an Phytotherapeutika konnte in Tirol durch die Umfrage bestätigt werden.


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