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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Dallmeyer, PV; Weyerer, CJ

Titel: Fütterungsstudie zur Phytohormonellen Kastration beim Hahn mittels Vitex agnus castus (Mönchspfeffer).

Titelvariante: Feeding study for the purpose of phytohormonal castration with Vitex agnus castus (Monk`s Pepper)

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 76.


Betreut von:

Franz Chlodwig
Hahn-Ramssl Isabella

Begutachtet von:
Möstl Erich

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abschluss Datum: 18.10.11


Abstract:
Vitex agnus castus (Mönchspfeffer) entstammt der Familie der Lippenblütengewächse und enthält u. a. Phytoöstrogene. Seine pharmakologisch wirksamen Inhaltstoffe sind Flavonoide (Casticin) und Iridoide (Agnusid und Aucubin). Um die Entwicklung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale sowie den Gehalt an Androgenmetaboliten in Blut und Kot von Hähnen und die Fleischqualität unter dem Einfluss von Vitex-haltigem Futterzusatz zu untersuchen, wurde die Studie der phytohormonellen Kastration durchgeführt. Zu Beginn dieser Studie wurden Hahnenküken zufällig einer Versuchs- und einer Kontrollgruppe mit jeweils 30 Tieren zugeteilt und ab dem ersten Lebenstag insgesamt 22 Wochen aufgezogen. Die Versuchsgruppe wurde über den gesamten Zeitraum der Studie zusätzlich zum Grundfutter mit einer Trockenextraktzubereitung aus Vitex gefüttert. Die Kontrollgruppe wurde ausschließlich mit dem Grundfutter ernährt. Folgende Parameter wurden im Laufe der Studie untersucht: Körpergewicht, Feed Conversion Ratio, Testosteron- und Androstendiongehalt im Serum, Gehalt an Testosteron und 17-oxo- und 17ß-hydroxy-Androstanen im Kot, Kämme (Länge, Höhe, Farbe, Gewicht und Verletzungen), Spornlänge, Kehllappen (Länge, Höhe und Gewicht), Hoden (Länge, Breite und Gewicht) und Fleischqualität (Gewicht, Tropfsaftverlust, Kochsaftverlust, pH -Wert und Scherkraft). Das Körpergewicht entwickelte sich bei beiden Gruppen signifikant unterschiedlich und am Endtag der Studie war ein Tier der Versuchsgruppe im Mittel schwerer als eines der Kontrollgruppe. Bei den Kammverletzungen konnte an einem Beobachtungszeitpunkt ein signifikanter Unterschied zwischen den Hahnengruppen festgestellt werden. Die Blutuntersuchungen wiesen ausschließlich im Verlauf der Androstendion-Werte einen signifikanten Unterschied auf. Hierbei wurden bei der Kontrollgruppe im Mittel höhere Werte festgestellt. Bei den Berechnungen zur Feed Conversion Ratio und bei den Untersuchungen der Droppings (Androstane- und Testosteron-Messung) wurden starke Schwankungen beobachtet. Alle übrigen Parameter zeigten keine signifikanten Differenzen zwischen den Gruppen. Zusammenfassend gesehen konnten nur bei einzelnen Parametern (Körpergewicht, Kammverletzungen am Tag 116 und Androstendion im Blut) signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen festgestellt werden.


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