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Publikationstyp: Bakkalaureatsarbeit

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Ausraite, Aiste

Titel: Protein and amino acid requirement in equine nutrition.

Titelvariante: Literaturübersicht zum Thema Eiweiß- und Aminosäurenbedarf von Pferden

Quelle: Bakkalaureatsarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 37.


Betreut von:

Iben Christine

Begutachtet von:
Van Den Hoven Rene

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abschluss Datum: 06.06.11


Abstract:
Das Ziel der Studie war es, den Stand se Wissens über den Protein- und Aminosäurenbedarf von Pferden im Erhaltungsbedarf, bei der Reproduktion, Laktation, Leistungssport und Wachstum mit Hilfe einer Literaturübersicht zu ermitteln. Es wird angenommen, dass der Protein- und Aminosäurenbedarf von laktierenden Stuten, heranwachsenden und Hochleistungpferden im Vergleich zu Pferden im Erhaltungsbedarf höher ist. Es ist nicht eindeutig geklärt, ob die Reproduktivität von Hengsten oder Stuten durch die erhöhte Qualität bzw. Quantität der Proteine in der Ernährung gesteigert werden kann. Lysin und Threonin wurden als erste limitierende Aminosäuren identifiziert. Es wird angenommen, dass die erhöhte Zugabe von limitierenden Aminosäuren in verschiedenen Fällen die Menge an benötigtem Protein mindern kann. Das Resultat daraus wäre eine verminderte Stickstoffkontamination der Weiden und die Vermeidung von extremen Wachstumsraten, gefolgt von Entwicklungsstörungen bei heranwachsenden Pferden. Der Bedarf an essentiellen Aminosäuren müsste im Bezug auf die Ernährung von Pferden genauer untersucht werden. Im Bezug auf den Protein- und Aminosäurenbedarf bei Hochleistungs- und Arbeitspferden kommen unterschiedliche Studien zu gegensätzlichen Resultaten. Ein erhöhter Bedarf entsteht beim Wachstum beziehungsweise Wiederaufbau der Muskeln und während der Sekretion von Stickstoff über den Schweiß. Es ist möglich, dass die Steigerung der Futtermenge, die den Energiebedarf abdecken soll, gleichzeitig den erhöhten Proteinbedarf versorgt. Einige Forscher glauben, dass limitierende Aminosäuren zur Energiegewinnung beim Ausdauersport beitragen können. Die optimale Qualität und Menge an Proteinen und Aminosäuren könnte bis jetzt noch nicht herausgefunden werden. Das Hauptproblem scheint darin zu liegen, dass die genaue Stickstoffausscheidung noch nicht bestimmt werden kann. Es gibt zurzeit keine Methode, die den endogenen oder mikrobiellen Stickstoff von dem Stickstoff aus unverdauten Futterproteinen nach der Ausscheidung auseinanderhalten kann. Die Proteinverdauung im Dünndarm und Absorption im Dickdarm sollte genauer untersucht werden.


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