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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Von Reitzenstein, Caroline

Titel: Influence of feeding graded amounts of grain on typical clinical symptoms in growing goats.

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 49.


Betreut von:

Zebeli Qendrim

Begutachtet von:
Wittek Thomas

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abstract:
Aufgrund immer wieder auftretender Fälle von Enterotoxämien und Pansenazidosen bei Ziegen wurde diese Studie durchgeführt, mit dem Ziel einen eventuellen Einfluss verschiedener Futtermittel auf die Pansen- und generelle Gesundheit von wachsenden Ziegen festzustellen. Hierfür wurden 16 männliche und eine weibliche Ziegen, die sich noch im Wachstum befanden, in drei Gruppen aufgeteilt und eingestallt. Gruppe 1 erhielt über den gesamten Versuchsverlauf ausschließlich Heu zu fressen, Gruppe 2 zusätzlich 30% Gerste und Gruppe 3 bekam während des gesamten Experiments 60% Gerste vorgelegt. Jede Gruppe hatte freien Zugang zu einer Selbsttränke und erhielte einen Mineralleckstein. Nach einer gewissen Anfütterungsphase von circa vier Wochen wurde die endgültige Ration erreicht. Dabei wurde immer darauf geachtet, dass das Heu : Gerste – Verhältnis von 70 : 30 bzw. von 40 : 60 in den Gruppen 2 und 3 eingehalten wurde. Die Tiere wurden alle zwei Tage klinisch untersucht, wobei besonderes Augenmerk auf die Parameter Puls, Atmung, innere Körpertemperatur, Pansenmotorik und die Kotkonsistenz gelegt wurde. Einmal wöchentlich wurden alle Ziegen einer großen allgemeinen Untersuchung unterzogen, um eventuelle Krankheiten schnell erkennen zu können. Im Rahmen dieser Allgemeinuntersuchung wurden die Tiere auch gewogen, um einen genauen Überblick über deren Entwicklung zu bekommen. Drei Mal während des gesamten Versuchs wurden verschiedene Proben genommen; einmal zu Beginn, einmal in der Mitte und einmal zum Ende des Experiments. Es handelte sich um Kotproben, Blutproben, Pansensaftproben und Futterproben. Diese wurden später im Labor aufgearbeitet und analysiert. Nach sechs Wochen, wurden die Ziegen euthanasiert und Gewebeproben, sowie frischer Pansensaft direkt entnommen. Diese wurden für eine andere Studie benötigt. Bei der statistischen Auswertung aller Proben und Untersuchungsergebnisse ist man zu dem Schluss gekommen, dass durchaus ein Einfluss der Fütterung auf die Gesundheit der Ziegen festzustellen war, nur blieb unklar, ob dieser auf die Fütterung allein oder zusätzlich auf viele andere Umwelteinflüsse zurückzuführen ist. Auch schien die Art und Weise der Probenentnahme und der Untersuchungsbedingungen eine erheblichen Einfluss auf die Ergebnisse zu haben. Dennoch lässt sich sagen, dass selbst bei nicht signifikanten Unterschieden hinsichtlich der verschiedenen Kraftfutterkonzentrationen, bei Tieren, die 60% Gerste zu fressen bekamen, definitiv ein Trend in Richtung Pansenazidosen beschrieben werden kann. Nachdem es sich in diesem Versuch nur um eine geringe Anzahl an Versuchstieren handelte, kann man die Ergebnisse als Vorbereitung auf weitere ähnliche Studien betrachten.


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