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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Tienken, Reka

Titel: Auswirkungen von unterschiedlichen Kraftfutteranteilen in der Ration auf Verdauungsparameter bei wachsenden Ziegen.

Titelvariante: Effects of different proportions of concentrate in the ration on digestive parameters in growing goats

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 74.


Betreut von:

Zebeli Qendrim

Begutachtet von:
Wittek Thomas

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abschluss Datum: 01.02.12


Abstract:
Ziel der vorliegenden Studie war es den Einfluss steigender Kraftfutterkonzentrationen auf den Pansen wachsender Ziegen und dessen Fermentationsleistungen zu untersuchen. Insgesamt wurden 17 Ziegen auf drei Fütterungsgruppen verteilt. Die Gruppe 1 bestand aus 5 Ziegen, die während dem gesamten Versuch ausschließlich Heu erhielten. Die 6 Ziegen der Gruppe 2 erhielten 30% Gerste und 70% Heu. Der Gruppe 3 wurden ebenfalls 6 Tiere zugeteilt. Diese Tiere erhielten eine Ration bestehend aus 60% Gerste und 40% Heu. Zunächst wurde eine 4-wöchige Anfütterungsphase durchgeführt, in der die Kraftfutterrmengen langsam gesteigert wurden. Zu Versuchsbeginn wurde von allen Tieren eine Pansensaftprobe mittels Schlundsonde entnommen. Am Versuchsende erfolgte eine direkte Pansensaftentnahme auf der Pathologie. Analysiert wurden die Konzentrationen der kurzkettigen Fettsäuren wie Azetat, Propionat, Butyrat, Iso-Butyrat, Valerat und Iso-Valerat, sowie der pH-Wert und die Konzentrationen der entodiniomorphen und holotrichen Protozoen in der Pansenflüssigkeit. Es zeigte sich, dass die Art der Probenentnahme und weniger die Rationsgestaltung einen direkten Einfluss auf die zu untersuchenden Parameter hatte. So waren bei den pH-Werten am Versuchsende signifikante Unterschiede zwischen den Fütterungsgruppen zu erkennen. Es zeigte sich, dass die Gruppe 3 einen tendenziell niedrigeren pH-Wert hatte als die Gruppe 2 (P=0.02) und ein signifikanter Unterschied zwischen Gruppe 3 und Gruppe 1 vorhanden war (P=0.001). In Bezug auf die Protozoen konnte nur am Versuchsende ein signifikanter Einfluss der Fütterung festgestellt werden (P=0.002). Bei dem durch Direktentnahme gewonnenen Pansensaft waren zwischen der Gruppe 1 und Gruppe 2 tendenzielle Einflüsse der Rationsgestaltung feststellbar (P=0.079) und signifikante Unterschiede zwischen Gruppe 1 und Gruppe 3 (P=0.001). Bei der Analyse der kurzkettigen Fettsäuren im Pansen ergaben sich hoch signifikante Einflüsse seitens der Methode der Probenentnahme (P≤0.001). Einerseits waren bei Propionat ein tendenzieller Einfluss der Rationsgestaltung (P=0.009) und bei Isobutyrat ein signifikanter Einfluss der Fütterung (P=0.001) zu erkennen. Dieser Versuch belegt, dass hohe Kraftfuttergaben den Pansenmetabolismus und die Pansenprotozoen weniger drastisch beeinflussen, wenn die Tiere langsam an hohe Kraftfuttermengen gewöhnt werden.


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