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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Makawey, Adjet

Titel: Beobachtungen zur Caecotrophie bzw. Koprophagie bei Zwerghamster, Degu und Chinchilla.

Titelvariante: Observations on cecotrophy and coprophagy: an analysis of the behaviour of dwarf hamster, degu and chinchilla

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 27.


Betreut von:

Iben Christine

Begutachtet von:
Strasser Alois

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abschluss Datum: 08.02.12


Abstract:
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde das Verhalten von dsungarischen Zwerghamstern, Degus und Kurzschwanzchinchillas hinsichtlich Caecotrophie bzw. Koprophagie studiert. Das Ziel war es, Kenntnis darüber zu erlangen, ob diese Tiere Koprophagie, Caecotrophie oder keines von beidem betreiben. Die Beobachtungen fanden in zwei Versuchsphasen statt. In Versuchsphase I trugen die Tiere Halskragen, um sie an der Aufnahme ihres Kotes zu hindern. In Versuchsphase II trugen die Tiere keine Halskragen mehr, sondern wurden für die Beobachtungszeiten in einstreulose Käfige gesetzt und dahingehend beobachtet, ob sie versuchen ihren Kot direkt vom Anus oder vom Käfigboden wieder aufzunehmen. Die Beobachtungen zeigten, dass der dsungarische Zwerghamster Kot vom Käfigboden gefressen hat, also Koprophagie betreibt. Die Degus und Chinchillas wurden hingegen dabei beobachtet, wie sie mit einer charakteristischen, schnellen Bewegung den Kot direkt vom Anus aufgenommen haben. Durch leichtes Anstoßen mit der Hand konnte die Aufnahme verhindert werden und der Kot fiel zu Boden oder blieb am Anus kleben. Dieser vermutete Blinddarmkot glich morphologisch dem normalen Kot. Die Tiere konnten dennoch beide Kotarten voneinander unterscheiden: wurde den Degus bzw. Chinchillas ein vermuteter Blinddarmkot und ein normalen Kot angeboten, fraßen sie den vermuteten Blinddarmkot. Der Trockensubstanz-, Rohasche- und Rohproteingehalt vom normalen Kot und vermuteten Blinddarmkot war jedoch nicht erkennbar unterschiedlich, was auf Koprophagie schließen lässt. Ob ein Unterschied im Keimgehalt sowie im Gehalt an Vitaminen mit Co-Enzymfunktion besteht, wurde in der vorliegenden Arbeit nicht untersucht.


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