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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2012

AutorInnen: Staufer, Katalina

Titel: Aminosäurenbedarf bei der Katze – eine Literaturstudie.

Titelvariante: Amino acid requirement of the cat - a review

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 172.


Betreut von:

Iben Christine

Begutachtet von:
Strasser Alois

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abschluss Datum: 23.10.2012


Abstract:
Ziel dieser Diplomarbeit war es, den derzeitigen Wissenstand über den Aminosäurenbedarf von Katzen darzulegen und eventuell bestehende Informationslücken aufzuzeigen. Die Literatur wurde mittels diverser Suchmaschinen gefunden, wobei in erster Linie nur jene Studien in die Auswertung einfließen, die tatsächlich an Katzen durchgeführt wurden. Ergänzend wurden die Ergebnisse von Fütterungsversuchen mit Katzen sowie die Empfehlungen des NRC (2006) und der AAFCO berücksichtigt. Die Ergebnisse dieser Studien werden beschrieben und stehen auch in Tabellenform zur Verfügung. Hinreichend Informationen liegen für den Aminosäurenbedarf von Katzenwelpen vor. So existieren für die essentiellen Aminosäuren jeweils mindestens zwei Studien, die sich ausschließlich mit dem Bedarf für das Wachstum auseinandersetzen. Bei einigen Aminosäuren wie zum Beispiel Methionin wurden auch deutlich mehr Studien gefunden, die Hinweise auf den Bedarf liefern. Über den Aminosäurenbedarf von adulten Katzen ist hingegen nur sehr wenig bekannt. Nur eine einzige Studie (BURGER u. SMITH, 1987) beschäftigt sich mit dem Lysin- und Methioninbedarf für die Erhaltung. Für Histidin, Phenylalanin und Tyrosin existieren Studien, bei denen die Katzen aufgrund der langen Studiendauer gegen Versuchsende zum Teil bereits ausgewachsen waren und die so zumindest Hinweise auf den Erhaltungsbedarf liefern. Untersuchungen, die sich mit dem Bedarf von älteren Katzen (> 7 Jahre) beschäftigen, wurden keine gefunden. Auch für Trächtigkeit und Laktation gibt es keine Studien, die sich mit dem Aminosäurenbedarf beschäftigen. Bis auf einen Bericht über die Auswirkungen eines Phenylalanin- und Tyrosinmangel bei trächtigen und neugeborenen Katzen existieren auch keine weiteren Hinweise für den Bedarf in dieser Lebensphase. Zudem scheint es, dass die Bedarfsempfehlungen des NRC (2006) für die Reproduktion, zumindest für die Hochlaktation, zu niedrig angesetzt sein könnten. Beträchtlicher Forschungsbedarf besteht somit für den Aminosäurenbedarf von adulten Katzen für Erhaltung, Trächtigkeit und Laktation. Für das Wachstum existieren durchwegs ausreichend Arbeiten, auch wenn es sich hierbei oftmals um ältere Studien handelt. Großteils basieren die Bedarfsempfehlungen auf Wachstum und Stickstoffbilanz, eine Berücksichtigung anderer Parameter wäre aber genauso wie eine längere Versuchsdauer (> 14 Tage) in vielen Fällen wünschenswert und sollte bei künftigen Studien beachtet werden.


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