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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2016

AutorInnen: Bozic, Ana

Titel: Analyse von Kamille bzw. Ringelblume in verschiedenen Arznei- und Ergänzungsmitteln.

Titelvariante: Analysis of botanical medicinal products and supplements containing chamomile and marigold

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 66.


Betreut von:

Chizzola Remigius

Begutachtet von:
Fux Daniela

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abstract:
In dieser Diplomarbeit wurde bei verschiedenen Arznei-Nahrungs-und Futterergänzungsmittel versucht, nach einer einfachen Extraktion charakteristische Pflanzeninhaltsstoffe mit chromatographischen Methoden nachzuweisen. Die Untersuchungen beschränkten sich dabei auf Produkte, die laut Beipackzettel Kamille oder Ringelblume, bzw. deren Extrakte enthielten und in verschiedenen Darreichungsformen (Lösung, Kapseln, Pulver, Gel, etc.) vorlagen. Die meisten Produkte waren aber Mehrkomponentengemische, die daneben noch weitere pflanzliche Materialien beinhalteten. Eines der 15 untersuchten Kamille haltigen Präparaten und 5 der 12 bearbeiteten Ringelblume haltigen Produkte waren homöopathische Zubereitungen. Bei den homöopatischen Produkten waren keine pflanzentypischen Inhaltsstoffe nachweisbar. Durch die bei diesen Produkten übliche Verdünnung/Potenzierung lag man offensichtlich weit unter der Nachweisgrenze der eingesetzten chromatographischen Methoden. Jedes der Produkte hatte seine eigene Zusammensetzung, die sich im Bandenmuster auf der Dünnschichtchromatographieplatte oder im Peakmuster in der GC/MS und HPLC äußert. Kamille haltige Präparate wiesen durchaus kamilletypische Inhaltsstoffe auf, wie Bisobololoxide und die Flavonoide Apigenin und Apigenin-7-Glykosid. Auch waren Komponenten anderer Pflanzenbestandteile, etwa von Thymian, Fenchel oder Zimt nachweisbar, wenn sie Bestandteil des betreffenden Produktes waren. In Ringelblume haltigen Präparaten konnten mittels Dünnschichtchromatographie (DC) keine typischen Pflanzenstoffe festgestellt werden. Die nachfolgende HPLC-Analyse zeigte daim oft nur verschieden Peaks von geringer Intensität. Eine Zuordnung zu für Ringelblumen typischen Komponenten war dann, wohl auch infolge der Ermangelung geeigneter Vergleichssubstanzen nicht möglich. Insgesamt zeigte sich, dass die untersuchten Proben sehr unterschiedlich waren. In manchen Fällen konnte bereits mit der hier durchgeführten einfachen Probenvorbereitung gute Ergebnisse erzielt werden, während für die endgültige Beurteilung anderer Proben weiterführende Analysen notwendig sind.


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