Veterinärmedizinische Universität Wien Forschungsinformationssystem VetDoc

Grafischer Link zur Startseite der Vetmeduni Vienna

Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Bakkalaureatsarbeit

Publikationsjahr: 2016

AutorInnen: Popovova, Natalie

Titel: Pilotstudie über Nachweis vom Allicinmetaboliten im Pferdeschweiß nach Fütterung eines Zusatzfuttermittles".

Titelvariante: Proof of allicinmetabolites in horse sweat after feeding a dietary supplement - Pilotstudy

Quelle: Bakkalaureatsarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 40.


Betreut von:

Iben Christine

Begutachtet von:
Novak Johannes

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abstract:
Die in der vorliegenden Arbeit durchgeführte Pilotstudie beschäftigte sich mit der Analyse des Schweißes von Pferden, denen ein Zusatzfuttermittel, welches 25% Knoblauchgranulat enthielt, gefüttert wurde. Die für die Studie benötigten Proben wurden von 10 Quarter Horses abgenommen, die anhand von mehreren Kriterien als geeignet für die Studie ausgewählt wurden. Eines dieser Kriterien war die Schweißabsonderung der einzelnen Pferde. Das Ziel dieser Studie war der Nachweis von Allicinmetaboliten im Pferdeschweiß nach der Fütterung der Pferde mit „Knoblauch Spezial“ der Firma MIKROP Čebín a.s.. Die erste Probenentnahme erfolgte bevor das Zusatzfutter gefüttert wurde und die zweite Probe wurde nach der dreiwöchigen Fütterungszeit abgenommen. Die Fütterungszeit und Dosierung wurden vom Hersteller angegeben, bzw. bei diesem nachgefragt. Nach der Entnahme wurden die Proben eingefroren. Bei dem Analyseverfahren wurden die Proben aufgetaut, mit einem Lösungsmittel (Dichlormethan) vermischt, gereinigt und mittels GC-MS analysiert. Die Auswertung der Gaschromatogrammen hat gezeigt, dass in keiner der gesammelten Proben Allicinmetaboliten nachzuweisen waren. Für eine bessere quantitative Analysierbarkeit wurde eine reine Knoblauchprobe als Positivkontrolle der erstellten Methode vorbereitet. Nach der Analyse dieser Probe waren auf dem Chromatogramm klare Peaks von Dithiinen erkennbar. Diese Schwefelverbindungen gehören zu den Metaboliten der Geruchsstoffe des Knoblauchs. Das negative Ergebnis bei den Schweißproben hat dazu geführt, dass zusätzlich das Futtermittel getestet wurde., Da in der Arbeit von den Angaben des Herstellers ausgegangen wurde, wurde diese Analyse nicht zu Beginn der Untersuchung durchgeführt. In dem reinen Futtermittelzusatz wurden keine Aromastoffe des Knoblauchs nachgewiesen. Die positiven Ergebnisse der reinen Knoblauchprobe in der die Aromastoffe nachgewiesen werden konnten, führt zu der Schlussfolgerung, dass die angewendete Analysenmethode als geeignet angenommen wird. Die negativen Ergebnisse der Schweißproben sind somit auf andere Aspekte zu beziehen. Um die Ergebnisse dieser Arbeit zu belegen müsste jedoch eine weitere Studie durchgeführt werden. Die Voraussetzung wäre hierbei die Pferde mit einem Futtermittel zu füttern, in dem die Allicinmetaboliten mit dem gewählten analytischen Verfahren nachgewiesen werden können. Es müssen allerdings immer die toxischen Grenzen des Knoblauchs für Equiden beachtet werden.


© Veterinärmedizinische Universität Wien Hilfe und Downloads