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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2016

AutorInnen: Eller, Andy

Titel: Pyrrolizidinalkaloide in Senecio inaequidens.

Titelvariante: Pyrrolizidine alkaloid in Senecio inaequidens

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 47.


Betreut von:

Chizzola Remigius

Begutachtet von:
Stolze Klaus

Einrichtung:
Institut für Tierernährung und funktionelle Pflanzenstoffe


Abstract:
Senecio inaequidens ist eine Giftpflanze, welche im letzten Jahrhundert aus ihrem südafrikanischen Ursprungsgebiet nach Europa, Amerika, Asien und Australien eingeschleppt wurde. In Europa zählt sie zu den sich am schnellsten ausbreitenden Neophyten. Diese Art hat es geschafft, große Teile Kontinentaleuropas zu besiedeln. In den letzten Jahren wurde vermehrt beobachtet, wie sich die Pflanze in neuen Gebieten schnell vermehrte und so in großer Anzahl ganze Landstriche kolonisiert hat. Die Pflanze bildet sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Pyrrolizidinalkaloide, welche sie von Fressschäden durch Pflanzenfresser schützen. Diese Alkaloide werden von Herbivoren aufgenommen und zu toxischen Pyrrol-Derivaten umgewandelt. Diese verursachen in Säugetieren eine Vergiftung, die allgemein als Seneziose bekannt ist. Senecio inaequidens stellt aufgrund der schnellen Invasionsdynamik und der toxischen Wirkung ein Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier dar. Ziel dieser Arbeit war es, den Gehalt an Pyrrolizidinalkaloide dieser Pflanzen besser zu quantifizieren. Deshalb wurden diese Giftstoffe in kontinuierlichen Abständen über die gesamte Vegetationsperiode gemessen. Die Alkaloide wurden in den reduzierten und aufgreinigten Pflanzenextraten mittels GC/MS im selected ion monitoring- Modus gemessen. Der Gesamtgehalt wurde dabei quantitativ in den unterschiedlichen Pflanzenteilen, nämlich Triebe, Stängel, Blätter und Blüten gemessen und für die Gesamtpflanze errechnet. Der durchschnittliche Pyrrolizidinalkaloidgehalt der Pflanzen über die gesamte Vegetationsperiode betrug 0,33% der Trockenmasse. Der höchste Gehalt betrug etwa 1% in der Trockenmasse und wurde in den jungen Sprossen und Blüten gefunden. Zusätzlich wurden die einzelnen Pyrrolizidinalkaloide quantifiziert. Es wurden neun verschiedene gefunden, wovon sechs genau identifiziert werden konnten. Das Hauptalkaloid war Retrorsin, gefolgt von Senecivernin, Senecionin, Integerrimin, Usaramin und Seneciphyllin.

Schlagworte:
Pyrrolizidinalkaloide / Senecio inaequidens / Neophyt / Giftpflanze / Vegetationsperiode / Retrorsin / Senecivernin / Senecionin / Gaschromatographie / Massenspektrometrie /


Im Rahmen der Hochschulschrift entstandene Publikation(en):

Eller, A; Chizzola, R (2016): Seasonal variability in pyrrolizidine alkaloids in Senecio inaequidens from the Val Venosta (Northern Italy). Plant Biosystems 2016; 150: 1306-1312

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