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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2002

AutorInnen: Gruber, T

Titel: Aufstallung, Fütterung, Hygiene, Gesundheit und Management von Mastschweinen in biologisch bewirtschafteten Betrieben.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 98.

Betreut von:

Baumgartner Johannes
Schuh Maximilian
Troxler Josef


Zugehörige(s) Projekt(e): Haltung und Tiergesundheit von Schweinen auf biologisch bewirtschafteten Betrieben in Österreich


Abstract:
Um die derzeitige Situation der biologischen Mastschweinehaltung in Österreich zu beleuchten, wurden 42 marktrelevante Mastbetriebe und kombinierte Betriebe im Zeitraum von September 1998 bis Juni 2000 zweimal mittels Checklisten bezüglich Haltung, Fütterung, Hygiene, Tiergesundheit und Management untersucht. Es wurden klinische Befunde erhoben und Kotproben untersucht. Dabei wurden in 31 Betrieben nur Mastschweine gehalten, die restlichen 11 Betriebe hielten auch Zuchtsauen und Ferkel. Einstreu war in allen Betrieben vorhanden. Ausläufe waren bis auf 2 Betriebe überall vorhanden. Im Bereich der Rationsgestaltung ergaben sich Mängel, da nur in 11 Betrieben Phasenfütterung durchgeführt wurde. In 25 Rationen wurde die Nährstoffzusammensetzung analysiert die eine Unterversorgung mit Rohprotein, Lysin, Methionin und Cystin, Kalzium, Phosphor und Natrium ergab. Im Bereich der vorbeugenden Hygienemaßnahmen wurden einige Schwächen in den Betrieben sichtbar. Nur 8 Betriebe hatten eine Betriebspartnerschaft mit einem ferkelerzeugenden Betrieb aufgebaut, von dem sie ausschließlich die Ferkel bezogen. Stalleigene Kleidung und ihre korrekte Verwendung war nur in wenigen Betrieben vorzufinden. Ein korrekt durchgeführtes Rein-Raus-Verfahren wurden von keinem Betrieb durchgeführt. Nur ein Betrieb führte Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen vor der Neubelegung durch, die als ausreichend einzustufen waren. Die häufigste Parasitenart, die in den untersuchten Kotproben nachgewiesen wurde, war der Spulwurm (Ascaris suum). 24 (Erstbesuch) bzw. 23 Betriebe (Zweitbesuch) hatten positive Befunde. An zweiter Stelle der Häufigkeit wurden Knötchenwürmer (Öesophagostomum spp.) nachgewiesen. Räudeverdacht bestand in 22 Betrieben (Erstbesuch) bzw. 23 Betrieben (Zweitbesuch). Die eigenen Managementleistungen wurden von den Betriebsleitern durchwegs positiv eingeschätzt, wobei dies in vielen Fällen nicht mit einer realistischen Einschätzung der Betriebssituation korrelierte.

Schlagworte:
biologisch / Mastschweine / Aufstallung / Fütterung / Hgiene


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