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Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2008

AutorInnen: Trcka, M

Titel: Praxisrelevante Massnahmen zur Stabilisierung des porzinen reproduktiven und respiratorischen Syndroms (PRRS) in drei Ferkelproduktionsbetrieben.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 104.


Betreut von:

Schmoll Friedrich
Schuh Maximilian


Abstract:
Das Porzine Reproduktive und Respiratorische Syndrom (PRRS) stellt eine der wirtschaftlich bedeutendsten Schweinekrankheiten weltweit dar. Die Erkrankung wird durch ein einzelsträngiges RNA-Virus aus der Familie der Arteriviridae verursacht. Sie führt sowohl in Zucht- als auch in Mastbetrieben zu enormen wirtschaftlichen Schäden. Diese Verluste äußern sich einerseits in reduzierten Reproduktionsleistungen und andererseits im vermehrten Auftreten von Pneumonien bei Ferkeln nach dem Absetzen. Die herabgesetzte Produktionsleistung und der erhöhte Einsatz von Medikamenten zur Behandlung sekundärer, bakteriell bedingter Erkrankungen verursachen enormen finanziellen Schaden. Eine medikamentelle Behandlung dieser virusbedingten Erkrankung ist derzeit nicht möglich. Die Anwendung von Schutzimpfungen hat gezeigt, dass sich zwar das klinische Erscheinungsbild einer PRRSV-Infektion mildern lässt und finanzielle Verluste reduziert werden können, jedoch eine Viruselimination nicht bzw. nur in Ausnahmefällen erreicht werden konnte. Diverse Eradikations- bzw. Hygieneprogramme brachten bisher zwar in vielen Fällen den zuvor erhofften Erfolg, jedoch waren sie mit entsprechenden hohen Kosten für Produktionsausfälle und zusätzliche Investitionen verbunden. Im Rahmen dieser Arbeit konnten in 3 ferkelproduzierenden Betrieben Maßnahmen gesetzt werden, die es ermöglichten, über einen Zeitraum von 6 Monaten, in eine PRRSV-Ak positive Herde 71 PRRSV-negative Zuchttiere zu integrieren, ohne einen neuen Infektionsausbruch zu provozieren. Wesentliche Elemente dieses Konzeptes waren: o Verbesserungen im Management, o Der Einsatz einer MLV-Vakzine-Porcilis® PRRS, o Stabilisierung der Zuchtherde durch eine Schließungsphase von mindestens 5 Monaten, o Integration PRRSV-negativer Jungtiere und o Implementierung eines gezielten, zeitlich aufeinander abgestimmten Monitorings bei Zuchttieren und Ferkeln. Voraussetzung dafür, dass es möglich war, drei Ferkelproduktionsbetriebe so zu stabilisieren und vor Reinfektion zu schützen, dass das Ziel, Aufbau von PRRSV und "Ak-negative Herde" als realisierbar betrachtet werden konnte war die PRRSV-Eradikationstudie von VOGLMAYR (2005) in einem oberösterreichischen Herdebuchzuchtbetrieb. Die vorliegenden Untersuchungen in Verknüpfung mit jenen von VOGLMAYR (2005) haben erstmals in Österreich gezeigt, dass eine betriebsübergreifende PRRSV-Sanierung von Herdbuchzucht- bis hin zum Mastbetrieb erreichbar ist.

Schlagworte:
PRRS Stabilisierung / MLV-Vakzine-Porcilis PRRS / Herdenschließung / Herdenmanagement


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