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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2008

AutorInnen: Scherer, Nina Christina

Titel: Analyse der Ätiologie von Lungeninfektionen bei Schweinen von 5-30 kg Lebendmasse, die im Zeitraum 2005-2007 an die Klinik für Schweine der Veterinärmedizinischen Universität Wien eingeliefert wurden.

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 61.


Betreut von:

Sipos Wolfgang

Begutachtet von:
Ritzmann Mathias
Sipos Wolfgang

Einrichtung:
Universitätsklinik für Schweine


Abstract:
Ziel dieser Arbeit war die Erhebung des Keimspektrums bei pathomorphologisch veränderten Schweinelungen und die Untersuchung eines möglichen Zusammenhanges zwischen spezifischen Erregern von Atemwegserkrankungen und spezifischen Lungenveränderungen. Es wurden 494 Tiere, die einen pathologischen Lungenbefund aufwiesen, mit einer Masse von 5-30 kg aus dem Zeitraum 01.01.2005 bis 31.12.2007 erfasst. Die Lungen dieser Tiere wurden bakteriologisch, serologisch und/oder molekularbiologisch sowie pathomorphologisch untersucht. Die untersuchten Fälle von Atemwegserkrankungen der Jahre 2005-2007 waren zu 36 % Monoinfektionen, zu 16 % Doppelinfektionen und zu 5 % lagen Infektionen mit drei oder mehr Erregern vor, zu 43 % konnte kein spezifischer Keim nachgewiesen werden. In dieser Studie wurde kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Keimspektrum und pathomorphologischen Lungenveränderungen festgestellt. Besonders auffällig war der hohe Anteil an Tieren mit pathologischen Lungenveränderungen, bei denen kein spezifischer Erreger nachgewiesen werden konnte. Bei den Tieren, bei denen ein oder mehrere Erreger nachgewiesen werden konnten, wurde eine bakterielle Infektion überraschend oft von einer interstitiellen Pneumonie begleitet. Aus diesen Ergebnissen lässt sich der Schluss ziehen, dass die Auswahl der Tiere, die zur Untersuchung eingesandt werden, kritischer getroffen werden sollte, eine genaue Anamnese für die Auswahl der Nachweismethoden unerlässlich ist, Laborbefunde kritischer zu hinterfragen sind und die lehrbuchmäßige Beurteilung lungenpathologischer Befunde nicht zwingend eine Aussage über einen beziehungsweise mehrere Erreger erlaubt.


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