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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Groismaier, Astrid

Titel: Seroprävalenz von PRRSV, PCV2 und SIV in niederösterreichischen Wildschweinen.

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 61.


Betreut von:

Ladinig Andrea
Ritzmann Mathias

Begutachtet von:
Rossmanith, Wigbert
Ritzmann Mathias

Einrichtung:
Universitätsklinik für Schweine


Abstract:
Die Wildschweinpopulation wächst weltweit seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das führt zu einer höheren Anzahl an Tieren und somit zu einer höheren Kontaktrate zwischen den einzelnen Individuen. Pathogene, die von einer Überbevölkerung der Wildtiere profitieren, gefährden nicht nur den Gesundheitsstatus der Wildtiere sondern auch den des Viehbestandes und des Menschen. Da viele virale Erreger, die beim Hausschwein vorkommen ebenfalls beim Wildschwein nachgewiesen werden können, können Wildschweine als Erregerreservoir für diese Pathogene fungieren. Ziel der vorliegenden Studie war es, die Rolle der niederösterreichischen Wildschweinpopulation im Falle von PRRSV, PCV2 und SIV zu untersuchen. Bei diesen Erregern handelt es sich um bedeutende Krankheitsauslöser in der Schweineproduktion weltweit und im Falle von SIV um eine Zoonose. Zu diesem Zweck wurden Blutproben von insgesamt 61 Wildschweinen auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen die erwähnten Viren untersucht. Die Proben stammten aus neun niederösterreichischen Revieren und wurden im Zuge der Treibjagden in der Jagdsaison 09/10 entnommen. Alle Seren wurden mit einem kommerziell erhältlichen ELISA auf Antikörper gegen PRRSV und PCV2 getestet. Für den Nachweis von Antikörpern gegen SIV wurden 58 Seren mittels Hämagglutinationsinhibitionstest untersucht. Keines der Tiere wies Antikörper gegen PRRSV auf. Bei 18 (29,51%) Wildschweinen konnten Antikörper der Immunglobulinklasse G gegen PCV2 festgestellt werden. Dabei handelte es sich um 8 (25,81%) Jungtiere unter 12 Monaten, 5 (31,25%) subadulte und 5 (38,46%) adulte Schweine. Im Falle von SIV konnten bei 8 (13,79%) der 58 untersuchten Seren Antikörper nachgewiesen werden. Am häufigsten wurde der SIV Subtyp H3N2 (n=7, 87,50%) gefunden. Eines der 58 Wildschweine (1,72%) konnte seropositiv auf den Subtyp H1N1 getestet werden. Antikörper gegen den Subtyp H1N2 wurden bei keinem serologisch untersuchten Wildschwein nachgewiesen. Von drei Tieren fehlen die serologischen Ergebnisse für SIV. Aus den Ergebnissen dieser Studie geht hervor, dass PCV2 und auch SIV in der niederösterreichischen Wildschweinpopulation zwar vorkommen, allerdings sind weitere Untersuchungen nötig um die Epidemiologie infektiöser Krankheiten beim niederösterreichischen Wildschwein besser darstellen zu können.


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