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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Graage, Robert

Titel: PRRSV Challenge nach Impfung mit heterologem Genotyp.

Titelvariante: PRRSV challenge after vaccination with a heterologous genotype

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 41.


Betreut von:

Ladinig Andrea
Ritzmann Mathias

Begutachtet von:
Saalmüller Armin

Einrichtung:
Universitätsklinik für Schweine


Abschluss Datum: 05.05.11


Abstract:
Diese Studie befasste sich mit den klinischen Symptomen und den pathomorphologischen Läsionen, die durch eine Infektion mit PRRSV (Porcine Reproductive and Respiratory Syndrome Virus) nach Impfung mit einem heterologen Genotyp verursacht wurden. Bei diesem Versuch wurden 36 Ferkel in drei Gruppen aufgeteilt, von denen eine Gruppe mit einem attenuierten US-Genotyp Impfstoff (Ingelvac® PRRS MLV, Firma Boehringer Ingelheim) geimpft wurde. Die anderen beiden Gruppen dienten als Positiv- (Infektionsgruppe) und Negativkontrolle (Kontrollgruppe). Der Schwerpunkt der täglichen klinischen Untersuchung lag auf den für die respiratorische Form der PRRSV-Infektion relevanten Symptomen. Bei der pathomorphologischen Untersuchung wurde vor allem auf die durch PRRSV verursachten Lungen- und Lymphknotenveränderungen geachtet. 35 Tage nach der Impfung wurden die Tiere der Infektionsgruppe und der Vakzinations-/Infektionsgruppe mit einem europäischen Feldisolat von PRRSV intranasal sowie durch eine intramuskuläre Injektion infiziert. Die Infektionsdosis betrug 2,2 x 105,0 TICD50 pro Tier. Am Studientag 45 und 55 wurden je 6 Tiere pro Gruppe getötet und anschließend seziert. Die Tiere der Infektionsgruppe zeigten von Studientag 37-46 und die Schweine der Vakzinations-/Infektionsgruppe ab Studientag 41 ein vermindertes Allgemeinverhalten. Nach der PRRSV-Infektion hatten die Tiere der Infektionsgruppe von Studientag 37-47 und die Tiere der Vakzinations-/Infektionsgruppe von Studientag 41-45 gehustet. Die Studie zeigte, dass nach der Infektion die infizierten Tiere eine signifikante Erhöhung im Verlauf der inneren Körpertemperatur (Infektionsgruppe (p=0,004) und Vakzinations-/Infektionsgruppe (p=0,002)) im Vergleich zur Kontrollgruppe hatten. In der Studie konnte dargestellt werden, dass die Infektionsgruppe (p=0,049) und die Vakzinations-/Infektionsgruppe (p=0,007) signifikant erniedrigte Tageszunahmen zwischen Studientag 35 und 44 hatten, die ab Studientag 45 wieder anstiegen. Des Weiteren wurden Zyanosen und Konjunktividen bei den Tieren der Infektionsgruppe und der Vakzinations-/Infektionsgruppe festgestellt. Bei der pathomorphologischen Untersuchung konnte zehn Tage und 20 Tage nach der Infektion eine Marmorierung der Lunge festgestellt werden. Bei den Schweinen der Vakzinations-/Infektionsgruppe konnte man eine Reduzierung der Lungenläsionen feststellen, die jedoch nicht signifikant war. Des Weiteren zeigte die Studie, dass 20 Tage nach der Infektion weniger Läsionen bei Tieren beider infizierten Gruppen festgestellt werden konnte. Die Schweine der Infektionsgruppe und der Vakzinations-/Infektionsgruppe zeigten bei beiden Sektionen eine generalisierte Lymphknotenvergrößerung, die zehn Tage nach der Infektion stärker ausgeprägt war.


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