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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Meusburger, Romina

Titel: Untersuchung des Verhaltens von chirurgisch kastrierten männlichen Ferkeln nach präemtiver Gabe von Meloxicam.

Titelvariante: Analysis of behaviour in male castrated piglets with pre-emptive meloxicam treatment

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 56.


Betreut von:

Langhoff Rebecca
Ritzmann Mathias

Begutachtet von:
Baumgartner Johannes

Einrichtung:
Universitätsklinik für Schweine


Abschluss Datum: 28.06.2011


Abstract:
Die Kastration ohne Schmerzbehandlung von männlichen Ferkeln wird kontrovers diskutiert. Eine Möglichkeit die Belastung der Ferkel durch die Kastration zu vermindern, ist der präeruptive Einsatz von Schmerzmitteln. Ziel dieser Arbeit ist es, den positiven Einfluss auf das postoperative Verhalten durch die präeruptive Gabe von Meloxicam zu untersuchen. In den Versuch werden aus 19 Würfen je drei etwa gleich schwere männliche Ferkel im Alter von 5 Tagen eingeschlossen. Die Zuteilung der Ferkel zu den drei Versuchsgruppen erfolgt zufällig, die entsprechend ihrer Gruppe mit (MK) oder ohne (K) Gabe von Meloxicam kastriert oder nach Meloxicamgabe (M) fixiert werden. Das Verhalten der Ferkel wird mittels Digitalkamera in der ersten, dritten und fünften Stunde nach Kastration I Fixation aufgezeichnet und durch eine Person, der die Gruppeneinteilung nicht bekannt ist, ausgewertet. Die Verhaltensparameter werden in Anlehnung an die Studien von HA Y et al. (2003) und LANGHOFF et al. (2009) ausgewählt. In der vorliegenden Untersuchung werden die unspezifischen Parameter "Spielen", "Stimulation des Gesäuges", "Saugen", "Isolation I Asynchronität" und der Aktivit,titsindex, sowie die schmerzspezifischen Parameter "Hängender Schwanz", "Schwanzwackeln", "SichScheuem in der Skrotalgegend", "Zucken mit der Hinterextremität" und "Inaktives Stehen I Sitzen" negativ durch die Kastration beeinflusst, während sich das Verhalten unkastrierter Ferkel über die gesamte Untersuchungsperiode nicht verändert. Wie bereits in anderen Studien gezeigt, stellt sich das Verhalten als geeigneter Parameter zur Schmerzanalyse dar (HAY et al. , 2003 ; ZüNDERLAND et al., 2007; LANGHOFF et al., 2009; KEITA et al. , 20 1 0). Ein positiver Effekt auf das Verhalten durch die präeruptive Gabe von Meloxicam kann in der vorliegenden Studie vor allem bei den kastrationsbedingten Veränderungen in den unspezifischen Verhaltensweisen und beim "Schwanzwackeln" bestätigt werden. Diese werden durch die präeruptive Anwendung von Meloxicam in der vorliegenden Studie verminde1t oder sogar vollständig verhindert. Andere Parameter, wie das "Sich-Scheuem in der Skrotalgegend" und ein "Zucken mit der Hinterextremität" stehen womöglich mehr im Zusamin.enhang mit dem Auftreten von Juckreiz im Zuge des beginnenden Heilungsprozesses und werden durch die Gabe von Meloxicam nicht beeinflusst.


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