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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2016

AutorInnen: Kralicek, Elisabeth

Titel: Mikrostrukturanalyse ausgewählter Knochen bei ovariektomierten Sauen.

Titelvariante: Microstructure analysis of different bone sites in ovariectomized sows

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 95.


Betreut von:

Sipos Wolfgang

Begutachtet von:
Aurich Christine

Einrichtung:
Universitätsklinik für Schweine


Abstract:
Osteoporose ist eine komplexe Skeletterkrankung, an welcher laut WHO etwa 45 % aller Frauen über dem 50. Lebensjahr leiden und die zu etwa 9 Millionen Frakturen weiltweit führt. Die US Food and Drug Administration (FDA) verlangt neben den präklinischen Versuchen an kleinen Nagern auch die Testung der Medikamente an einem Großtiermodell, das dem Phänotyp einer Frau mit postmenopausaler Osteoporose ähnelt. Derzeit werden vor allem juvenile Minipigs und Schafe hierfür eingesetzt. Unser Ziel war es, adulte konventionelle Sauen auf ihre Eignung als Osteoporosemodell zu testen. Diese Tiere wurden ausgewählt, da wir uns aufgrund der bisherigen Literatur die größtmögliche Ähnlichkeit zu postmenopausalen Frauen erwartet hatten. Es wurden 32 weibliche, multipare Sauen der Rasse Edelschwein mit einem Durchschnittsalter von 33,5 ± 9,6 Monaten in 4 gleichgroße Gruppen geteilt: Gruppe (I) OVX, 0,75 % Ca2+, Gruppe (II) OVX, 0,3 % Ca2+, Gruppe (III) Sham-OVX, 0,75 % Ca2+ und Gruppe (IV) OVX, 0,3 % Ca2+. Der Untersuchungszeitraum belief sich auf 10 Monate, wobei alle 2 Monate Blutproben zur Untersuchung biochemischer Knochenmarker sowie hämatologischer und immunologischer Parameter entnommen wurden. In weiterer Folge wurden alle Tiere geschlachtet, um die Knochen für die weiteren Untersuchungen entnehmen zu können. Sowohl µCT-Untersuchungen als auch eine Veraschung wurden an distalen Radius, proximaler Tibia und dem 6. Lendenwirbel durchführt. An den proximalen Femura wurde ein DEXA-Scan angefertigt. Die osteologischen, hämatologischen und immunologischen Analysen zeigten unspezifische wellenförmige Verläufe, ohne eine eindeutige Veränderung der Parameter durch Kalziumrestriktion oder Ovariektomie sowohl zwischen den Gruppen als auch innerhalb der Gruppen im zeitlichen Verlauf nachweisen zu können.Die Auswertung aller Ergebnisse konnte keinen Einfluss auf den Knochen durch unsere Maßnahmen bestätigen. Dadurch scheint sich die multipare, konventionelle, ovarektomierten und kalziumrestriktiv gefütterte Sau nicht als Osteoporosemodell zu eignen.


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