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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2005

AutorInnen: Urbani, M

Titel: Pyrrolidindithiocarbamat (PDTC) - Eine Pilotstudie zu Toleranz und Sicherheit bei intravenöser und intranasaler Applikation bei Pferden.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 131.


Betreut von:

Van Den Hoven Rene


Abstract:
An acht klinisch gesunden, adulten Haflingern wurde eine klinische Verträglichkeitsstudie mit drei verschiedenen Behandlungszyklen mit PDTC durchgeführt. Die verschiedenen Behandlungszyklen dauerten jeweils fünf Tage und die Applikation von PDTC erfolgte zweimal täglich. Der erste Behandlungszyklus war die intravenöse Applikation von 1,5 mg PDTC/ kg KM. Vor und nach den verschiedenen Behandlungszyklen wurde eine Blutuntersuchung durchgeführt, mit Augenmerk auf Leber-, Nieren-, Muskelprofil. Vor und nach dem intravenösen Behandlungszyklus wurde eine Schätzung der Wasserstoffperoxidkonzentration mittels Free Radical Analytical System (FRAS) und eine Bestimmung des totalen antioxidativen Status (TAS, Randox) durchgeführt. Eine rechnerische Überprüfung der antioxidativen Aktivität mit folgenden Variablen: Albumin, Harnsäure und Bilirubin wurde angeschlossen. Vor und nach dem intravenösen Behandlungszyklus wurde eine Lungenfunktionsmessung mittels forcierter Oszillometrie (FOM) durchgeführt. Bei dem ersten intranasalen Behandlungszyklus wurde PDTC in einer Konzentration von 25 mM in 0,9 % Kochsalzlösung vernebelt. Der zweite intranasale Behandlungszyklus beinhaltete die Vernebelung von PDTC, in einer Konzentration von 2,5 mM. Vor und nach den jeweiligen intranasalen Behandlungzyklen wurden ebenfalls eine Blutuntersuchung, eine FOM, eine endoskopische Untersuchung und eine Bronchoalveolarlavage (BAL) durchgeführt. Während der verschiedenen Behandlungszyklen wurde ein klinisches Monitoring mittels Punktesystem durchgeführt. Weiters wurde während der Vernebelung von PDTC in den verschiedenen Konzentrationen die Lungenfunktion mittels klassischer Methode gemessen. Bei der statistischen Auswertung wurde für nicht normal verteilte Daten der Wilcoxon- und Friedman Test, bei normal verteilten Daten eine ANOVA durchgeführt. Die systemische Applikation von PDTC zeigte keine klinisch erkennbaren Veränderungen. Der intravenöse Behandlungszyklus zeigte, dass PDTC eine geringe antioxidative Kapazität besitzt. Es konnte kein signifikanter Anstieg (p= 0,214) des totalen antioxidativen Status von 0,34 auf 0,42 mmol/l mit dem Randox Testkit festgestellt werden. Es konnten keine Veränderungen des Leber- und Nierenprofils, induziert durch die Behandlungen, festgestellt werden. Die aufgetretenen Veränderungen der Muskelenzyme standen wahrscheinlich nicht im direkten Zusammenhang mit den PDTC Applikationen, sondern sind auf eine Vorschädigung der Muskulatur, bedingt durch einen Selen- und oder Vitamin E Mangel, zurückzuführen. Das klinische Hauptsymptom während der beiden intranasalen Behandlungszyklen war eine Dyspnoe, die drei Stunden anhielt. Mit der klassischen Lungenfunktionsmessung wurde ein geringer dosisabhängiger bronchokonstriktorischer Effekt nachgewiesen. Die Ergebnisse der FOM weisen auf eine Veränderung des bronchialen Tonus hin. Ein deutlicher Anstieg des Atemwegwiderstandes war bei der Vernebelung von PDTC in einer Konzentration von 25 mM zu beobachten. Die makroskopischen Veränderungen, die bei der endoskopischen Untersuchung festgestellt wurden, sind klar PDTC zuordbar. Die zytologische Beurteilung der BALF brachte keinen Hinweis auf eine inflammatorische Reaktion, eher lag ein Trend, der eine Verminderung der Entzündungszellen zeigte, vor.

Schlagworte:
PDTC / Toleranz / Pferd / Aerosol / Bronchokonstriktion


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