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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2003

AutorInnen: Uray, C

Titel: Anwendung von Rocuroniumbromid beim Pferd in Allgemeinnarkose.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 87.


Betreut von:

Van Den Hoven Rene


Zugehörige(s) Projekt(e): Rocuroniumbromid als Muskelrelaxans beim Pferd


Abstract:
In dieser experimentellen Studie wurden sieben gesunde Pferde je drei Mal in Narkose gelegt und bei unterschiedlicher Dosierung (0,2, 0,4 und 0,6 mg/kg) die pharmakodynamischen Parameter von Rocuronium bestimmt. Die Reihenfolge der Rocuroniumdosis die das Pferd in der jeweiligen Narkose erhielt war randomisiert. Die neuromuskuläre Blockade wurde mit der Akzeleromyographie (TOF - Guard®) überwacht, wobei der Ramus zygomaticus des Nervus auriculopalpebralis stimuliert wurde. Der Bewegungsmesswandler war an der Oberlippe fixiert. Außerdem wurden die Auswirkungen auf Herzfrequenz und Blutdruck, sowie auf die Aufwachphase untersucht. Für Rocuronium wurde eine deutliche Dosis - Wirkungsbeziehung für die Anschlagzeit, die Wirkdauer und die TOF - Ratio von 70 bzw. 90% festgestellt. Die Lag Time zeigte sich ebenfalls dosisabhängig, wobei dieser Unterschied nur zwischen der Dosierung 0,6 mg/kg und der Dosierung 0,2 mg/kg statistisch signifikant war. Von der Dosis unabhängig zeigte sich die Erholungszeit. Mit einer Dosis von 0,2 mg/kg Rocuronium konnte nur eine partielle Muskelrelaxation Mit den Dosierungen von 0,4 bzw. 0,6 mg/kg Rocuronium wurde immer eine totale Relaxation erreicht. Es konnte keine statistisch signifikante Beeinflussung der Herzfrequenz und des Blutdrucks festgestellt werden, obwohl sich kurz nach Verabreichung des Muskelrelaxans ein deutlicher Anstieg des arteriellen Blutdrucks zeigte. Bei ausreichender Erholung von der Muskelrelaxation verläuft die Aufwachphase problemlos.

Schlagworte:
Muskelrelaxans / Pferd / Anaesthesie / Rocuronium / Akzeleromyographie


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