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Publikationstyp: Bakkalaureatsarbeit

Publikationsjahr: 2011

AutorInnen: Becherer, Dominika

Titel: Die individuelle Reproduzierbarkeit des Galoppwechsels bei Rennpferden.

Titelvariante: The individual reproducibility of gallop flying changes by thoroughbred racehorses

Quelle: Bakkalaureatsarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 55.


Betreut von:

Van Den Hoven Rene

Begutachtet von:
Peham Christian

Einrichtung:
Klinische Abteilung für Pferdechirurgie


Abschluss Datum: 30.08.2011


Abstract:
Die Hypothese dieser Arbeit liegt darin, aufzuzeigen, dass junge Rennpferde häufiger Galoppwechsel zeigen als routiniertere Pferde. Um dies und noch mehr herauszufinden, wurden über 4 Wochen, 15 aktive Rennpferde beobachtet, und Datenerhebungen vorgenommen. Die Testpferde wurden in 3 Gruppen eingeteilt, von 5 zweijährigen Pferden, über 5 dreijährige und schon etwas erfahrenere Pferde mit mindestens einem Start, bis zu 5 vierjährigen und älteren Pferden, die schon mindestens einen Sieg errungen hatten. Es wurden alle 15 Testpferde vermessen. Zum einen wurde das Stockmaß jedes Pferdes ermittelt und zum anderen die natürliche Schiefe, in dem die Diagonalenverbindungen der Beine der Pferde vermessen und verglichen wurden. Somit bekam man eine Aussage über die Schiefe und damit die Links-, oder Rechtshändigkeit ( Lateralität) der Pferde. Diese Ergebnisse wurden anschließend sowohl in der Bewegungsanalyse, als auch in der Auswertung der Galoppwechsel eingearbeitet. Als zweiten Teil der Arbeit wurde eine Bewegungsanalyse an Hand eines Videos von allen Pferden durchgeführt. Diese Analyse ergab einen Zusammenhang zwischen dem Stockmaß der Pferde, und dem Raumgriff der Galoppade. Des Weiteren wurde klar, dass die Reitrichtung weitaus größeren Einfluss auf die Bewegung der Pferde hat, als die natürliche Schiefe und somit die Links-, oder Rechtshändigkeit. Diese Erkenntnis zeugt von gut und ausgeglichen trainierten Pferden, da deren Schiefe wenig Einfluss auf deren Bewegung nimmt, und die Pferde somit auf beiden Händen ausdauernd und kraftvoll galoppieren können. Als Abschluss der Arbeit wurden pro Pferd drei Auswertungen zur Anzahl der Galoppwechsel durchgeführt und dabei sowohl vom Reiter, als auch von mir als Beobachter diese gezählt. Bei den Beobachtungen wurde darauf geachtet, dass mindestens einmal die Reitrichtung geändert war, und mindestens einmal das Tempo verschieden war. Auch der Boden war bei einzelnen Beobachtungen im Vergleich unterschiedlich, ist in dieser Arbeit aber nicht weiter ausgewertet worden. Die Ergebnisauswertung der Beobachtungen ergab folgendes: klar zu erkennen ist eine Tendenz, dass pro Pferd eine individuelle Wiederholbarkeit der Galoppwechsel bezogen auf das Tempo, in dem geritten wurde erkennbar ist. Je schneller das Reittempo war, desto mehr Galoppwechsel wurden gesprungen. Diese Erkenntnis nimmt mit steigendem Alter der Pferde und somit von Gruppe 1 bis Gruppe 3 tendenziell ab, ist aber dennoch in allen drei Gruppen deutlich zu erkennen. Eine weitere deutlich zu erkennende Tendenz aus den Auswertungen und statistischen Analysen der Daten ist, dass der Mittelwert der Anzahl an Galoppwechsel mit steigender Klasse der Pferde abnimmt. Somit bestätigen sich zum einen das Ziel dieser Arbeit, zu zeigen dass eine individuelle Reproduzierbarkeit der Bewegung des Rennpferdes zu erkennen ist und zum anderen die für diese Arbeit aufgestellte Hypothese. Junge Rennpferde zeigen häufiger Galoppwechsel als routiniertere Pferde!


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