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Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2012

AutorInnen: Bauer, Bianca

Titel: Das Equine maligne Lymphom und sein Zusammenhang mit dem Equinen Herpesvirus 5.

Titelvariante: Equine lymphoma and its connection with EHV 5

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 56.


Betreut von:

Van Den Hoven Rene

Begutachtet von:
Loupal Gerhard

Einrichtung:
Klinische Abteilung für Interne Medizin Pferde


Abschluss Datum: 07.09.12


Abstract:
Das maligne Lymphom ist eine seltene Krankheit, die Pferde jeden Alters betrifft. Bis heute ist die Ätiologie ungeklärt (VANDER WERF et al., 2011). Vor kurzem wurde das EHV-5, ein Gammaherpesvirus, verdächtigt, eine Rolle bei der Entstehung des Lymphoms zu spielen (SCHWARZ et al., 2011; VANDER WERF et al., 2011). In der Humanmedizin ist der Zusammenhang von Gammaherpesviren und verschiedenen Arten von Lymphomen schon länger bekannt (BRAULT, 2011). In dieser Diplomarbeit werden zwei Fälle von Pferden vorgestellt, die an malignem Lymphom erkrankt waren und euthanasiert wurden. Probenmaterial der beiden Pferde, die von der pathohistologischen Untersuchung übrig waren, wurden auf EHV- 5 getestet. Bei Pferd Nummer 1, das an einem solitären Lymphosarkom der Milz erkrankt war, konnte keine EHV-5 spezifische Nukleinsäure in der Probe nachgewiesen werden. Pferd Nummer 2 litt an der mediastinalen Form des malignen Lymphoms. Dieses Pferd zeigte deutliche respiratorische Symptome, die sich aufgrund der Neoplasien und des dadurch entstandenen Liquidothorax erklären ließen. Bei der pathologischen Untersuchung fielen jedoch zusätzlich Veränderungen der Lunge auf, die an EMPF erinnern. Bei diesem Pferd konnte in jeder der drei untersuchten Proben EHV-5 detektiert werden. Aufgrund dieser Ergebnisse und der Tatsache, dass EHV-5 bereits in einer großen Anzahl an klinisch gesunden Pferden nachgewiesen werden konnte (BELL et al., 2006; FORTIER et al., 2009; BRAULT, 2011), kann nur spekuliert werden, dass das EHV-5 vermutlich keine Rolle bei der Ätiologie des Equinen malignen Lymphoms spielt.


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