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Publikationstyp: Bakkalaureatsarbeit

Publikationsjahr: 2013

AutorInnen: Büttcher, Manuela

Titel: Validierung der Trainings-Software Black Tusk pro sports zur Messung von RR-Intervallen beim Pferd.

Titelvariante: Validation of the training software Black Tusk pro sports to record RR intervals in horses

Quelle: Bakkalaureatsarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 50.


Betreut von:

Van Den Hoven Rene

Begutachtet von:
Rubel Franz

Einrichtung:
Klinische Abteilung für Pferdechirurgie


Abschluss Datum: 25.09.13


Abstract:
In den letzten Jahren wurden von verschiedenen Gruppen Herzfrequenzmesser unterschiedlicher Hersteller für die Verwendung am Pferd validiert. Verglichen wurden diese Geräte meist mit etablierten EKG-Systemen. Herzfrequenzmesser werden häufig verwendet, um im Training und während des Wettkampfes die Herzfrequenz zu überwachen und um Parameter für die Herzfrequenzvariabilität zu wissenschaftlichen und klinischen Zwecken zu erhalten. In dieser Arbeit wurde die Black Tusk pro sports Trainings-Software zusammen mit Hardware von Garmin und Lenovo simultan mit dem EKG-System Televet 100 verwendet, um RR-Intervalle bei Pferden in Ruhe und in Bewegung zu messen. Für die Untersuchung wurden insgesamt 16 Messungen an 9 adulten Pferden unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Rasse durchgeführt, unter denen sich ein Pferd mit einer Arrhythmie aufgrund von Vorhofflimmern befand und ein Pferd regelmäßig auftretende Atrioventrikular-Blocks II. Grades aufwies. Für die Auswertung der Daten war eine Korrektur der RR-Intervall-Daten des Televet 100 notwendig, die mit Hilfe von im Rahmen dieser Arbeit geschriebener Software durchgeführt wurde. Die statistische Auswertung basierte auf der Berechnung und grafischen Aufarbeitung der Korrelation, der Durchführung von t-Tests und der Bland-Altman- Analyse getrennt für jede Messung, getrennt für Messungen in Ruhe und in Bewegung und für alle Messungen zusammen. Die Messungen an den Pferden mit Arrhythmien wurden zum Teil separat behandelt. Insgesamt ergab sich eine hohe Korrelation der Daten von beiden Geräten mit einem durchschnittlichen Korrelationskoeffizienten von R² = 0,996 der mit p < 0,001 hoch signifikant war. Der t-Test stellte sich als wenig aussagekräftig heraus und lieferte Werte, die teilweise den Ergebnissen der anderen statistischen Verfahren stark widersprachen. Bei der Bland-Altman-Analyse ergaben sich Konfidenzintervalle von sehr guter bis akzeptabler Breite für alle Pferde ohne oder mit nur sporadisch auftretenden Arrhythmien. Die Ergebnisse waren für Messungen in Ruhe mit einer Abweichung von 1,05 % durchwegs deutlich besser als für Messungen in Bewegung mit einer Abweichung von 7,18 %, wobei in Bewegung die Befestigung der Elektroden eine große Rolle zu spielen schien. Messungen an Pferden mit häufig auftretenden Arrhythmien lieferten mäßige bis sehr schlechte Ergebnisse, da bei großen Schwankungen in der Länge der RR-Intervalle von der Black Tusk Software zu viele Messdaten eliminiert wurden und es keine manuelle Eingriffsmöglichkeit gab, das zu verhindern.


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