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Publikationstyp: Bakkalaureatsarbeit

Publikationsjahr: 2013

AutorInnen: Reitberger, Laura

Titel: Erfassung und Vergleich des Entwurmungsmanagements verschiedener Islandpferdebetriebe in Deutschland und Österreich.

Titelvariante: Acquisition and comparison of the deworming management in different Icelandic Horse Farms in Germany and Austria

Quelle: Bakkalaureatsarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 40.


Betreut von:

Van Den Hoven Rene

Begutachtet von:
Löwenstein Michael

Einrichtung:
Klinische Abteilung für Interne Medizin Pferde


Abschluss Datum: 10.01.14


Abstract:
In der vorliegenden Arbeit wurde das Entwurmungsmanagement von Islandpferdebetrieben in Deutschland und Österreich genauer beleuchtet, unter der Hypothese, dass die Entwurmung des Gesamtbestandes überwiegend an saisonal festgesetzten Terminen (strategische Entwurmung) Anwendung findet. Weiterhin wurde untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Ausbildung von Resistenzen und gewissen Aspekten, wie die Betriebsgröße, Pferdehaltung, Hygiene, Anzahl der Entwurmungen und Kotuntersuchungen im Jahr, spezielle Einflussgrößen auf die Entwurmung und die Verwendung von bestimmten Wirkstoffen, besteht. Für die Untersuchung wurde eine Online-Umfrage durchgeführt. Dabei wurde der Fragebogen per E-Mail an 250 Islandpferdebetriebe in Deutschland und 70 in Österreich gesendet. An der Studie nahmen 100 deutsche und 24 österreichische Betriebe teil. Die statistische Auswertung der Ergebnisse erfolgte mit dem Programm Excel. Für die Untersuchung auf Zusammenhänge zwischen einzelnen Aspekten wurde das Programm SPSS verwendet. Anhand der Ergebnisse dieser Studie wurde die Hypothese bestätigt. Die Entwurmung des Gesamtbestandes an fix festgesetzten Terminen ist bei über 90% der Betriebe die Methode der Wahl. In lediglich 5 deutschen Betrieben werden die Pferde ausschließlich anhand des Ergebnisses der Kotuntersuchung mit Anthelmintikapräparaten behandelt. Dies lässt eine Umstellung auf die selektive Entwurmung jedoch nur vermuten, da zur sicheren Bestätigung dieser Annahme konkretere Informationen hinsichtlich des Entwurmungsablaufs, der Resistenzlage und evtl. damit verbundener Maßnahmen, wie z.B. die Überprüfung der Wirksamkeit eines verwendeten Präparates in Form eines Eizahlreduktionstests, notwendig sind. Trotz Anwendung der strategischen Behandlung, gaben die Betriebe ein erstaunlich geringes Vorliegen von Resistenzen an. 80-90% der Betriebe in beiden Ländern sind keine Resistenzen im Bestand bekannt. Bezüglich der Untersuchung auf Zusammenhänge zwischen verschiedenen Aspekten, ließen sich überwiegend keine signifikanten Unterschiede feststellen. Bezüglich der Untersuchung auf Zusammenhänge zwischen verschiedenen Aspekten, ließen sich lediglich zwischen der Anzahl der Kotuntersuchungen/Jahr und der Entstehung von Resistenzen signifikante Unterschiede feststellen.


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