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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2014

AutorInnen: Böhm, Stephanie

Titel: Inventur der Nierenerkrankungen beim österreichischen Pferd - eine retrospektive Studie anhand der TIS Daten der Universitätsklinik für Pferde.

Titelvariante: Inventory of renal disease in horses in Austria - a retrospective study based on the TIS data of the equine University Clinic at Vetmeduni Vienna

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 43.


Betreut von:

Van Den Hoven Rene

Begutachtet von:
Jenner Florien

Einrichtung:
Klinische Abteilung für Interne Medizin Pferde


Abschluss Datum: 24.10.14


Abstract:
Im Zeitraum vom 1.4.2001 bis 27.9.2012 wurden an der veterinärmedizinischen Universität Wien 101 Pferde mitunter zur Abklärung von eventuell bestehenden Nierenproblemen vorgestellt.Davon zeigten 58,4% tatsächlich eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion.Von den 59 erkrankten Pferden hatten 35 Tiere akute Nephropathien und 24 Tiere eine chronische Niereninsuffizienz.Bei der Mehrheit der Pferde mit akuten Funktionsstörungen der Nieren war ein Zusammenhang mit einer Erkrankung des Gastrointestinaltraktes zu erkennen. Zusätzlich wurden fast alle dieser Tiere sowohl durch den Haustierarzt als auch an der Klinik mit nierentoxischen Medikamenten vorbehandelt und/oder sediert bzw. in Allgemeinnarkose gelegt.Die Sterberate lag bei den Pferden mit chronischer Niereninsuffizienz bei 41,7% sowie bei jenen mit akutem Nierenversagen bei 46,2%. Diese Zahlen werden durchAngaben aus der Literatur (KERR, 1990; BICKHARDT et al., 1996; BAYLY, 2004)zur Prognose bestätigt.Da die Patientenzahl in dieser Studie zu gering war, konnten keine Zusammenhänge zwischen bestimmten Nierenerkrankungen und anderen Faktoren wie etwa Rasse oder Alter gefunden werden.Die Sortierung der Patienten im TIS der Pferdeklinik erfolgte teilweise sehr oberflächlich und unübersichtlich.Demnach wäre eine bessere Kodierung sowie eine genauere Berichterstattung durch die Kliniker absolut notwendig, um die Database des TIS in Zukunft besser für quantitative und epidemiologische Studien benutzbar zu machen.


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