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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2014

AutorInnen: Rau, Janina

Titel: Vorkommen gastrointestinaler Erkrankungen beim Pferd an der Veterinärmedizinischen Universität von 2003 - 2012.

Titelvariante: Incidence of Gastrointestinal Diseases in horses referred to the Vetmeduni Vienna between 2003-2012

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 31.


Betreut von:

Van Den Hoven Rene

Begutachtet von:
Jenner Florien

Einrichtung:
Klinische Abteilung für Interne Medizin Pferde


Abschluss Datum: 24.10.2014


Abstract:
Das Pferd als Tierart scheint durch seine anatomische Beschaffenheit, und die Art der Nutzung und Haltung gegenüber anderen Tierarten bevorzugt von gastrointestinalen Erkrankungen betroffen zu sein. In dieser Studie wurden Patientendaten gastrointestinal erkrankter Patienten der Pferdeklinik der Veterinärmedizinischen Universität Wien von 2003 bis 2012 erhoben. Sie wurden im Hinblick auf bestimmte Faktoren wie Rasse, Alter, Geschlecht, Jahr und Monat der Vorstellung und anatomische Lokalisation der Erkrankung ausgewertet und statistisch analysiert. Am häufigsten war das Warmblut (35 %) vertreten und unter den Geschlechtern machten Wallache mit 47 % den höchsten Anteil aus. Die betroffenen Tiere waren im Durchschnitt 10 Jahre alt. Die fünf häufigsten Diagnosen waren Obstipation des Colons (28 %), Gastritis (11 %) Magenüberladung (6 %), Tympanie des Zäkums (5 %) und Obstipation des Zäkums (5 %). Das Colon war im Gesamten betrachtet die häufigste Lokalisation für gastrointestinale Erkrankungen (33 %), jedoch waren Stuten häufiger von Störungen des Colons betroffen und Hengste seltener. Reine Dickdarmerkrankungen waren fast sechs mal häufiger als reine Dünndarmerkrankungen, bezogen auf das Geschlecht allerdings, litten Stuten häufiger an Dickdarmerkrankungen, die ihren Peak im Spätsommer haben (August /September) und Hengste eher an Dünndarmerkrankungen. Die Hochsaison für Kolikfälle an der Veterinärmedizinischen Universität Wien scheinen die Monate März, Juli und Oktober/November zu sein. Die vielen anderen Studien, deren Ergebnisse sich nur zu einem geringen Teil decken und vielmehr unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen sind auf die Natur epidemiologischer Studien zurückzuführen. Unterschiedliche Auswahl- und Bewertungskriterien der Studienpopulation, unterschiedliche geographische und kulturelle Hintergründe sowie zahlreiche Störfaktoren limitieren zumindest die Vergleichbarkeit.


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