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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit

Publikationsjahr: 2015

AutorInnen: Reinthaler, Julia

Titel: Evaluierung von Charakter und Inzidenz von Hepatitis bei Pferden in der Literatur im Zeitraum 2005 bis 2015..

Titelvariante: Evaluation of character and incidence of hepatitis in horses in the literature (2005 - 2015).

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 25.


Betreut von:

Van Den Hoven Rene

Begutachtet von:
Aurich Christine

Einrichtung:
Klinische Abteilung für Pferdechirurgie


Abschluss Datum: 18.03.16


Abstract:
Das jahrzehntelange ähnliche Vorgehen bei den unterschiedlichsten Ursachen von Hepatitis beim Pferd gibt Anlass, neues Wissen zu diesem Thema zu synthetisieren aber auch kritisch zu hinterfragen. Interessante Ergebnisse wurden in den letzten zehn Jahren auf diesem Gebiet publiziert. Die Befunde zeigen sich gegenwärtig nur bedingt praxistauglich. Überraschenderweise dürften PA-Intoxikationen doch seltener Auftreten als es im ersten Moment erscheint. Vermutlich fungiert das gängige Weidemanagement verhältnismäßig gut als PA-Kontrolle. Wenngleich noch keine eindeutigen Anleitungen gegeben werden können, sind noch weitere gute Ansätze in der Literatur zur Optimierung des Weidemanagements zu finden. Will man bereits an PA- Intoxikation erkrankte Pferde diagnostizieren, könnte die Möglichkeit der durch Western Blot darzustellenden Veränderungen im Blutplasma schon bald eine gute Alternative zur Histopathologie darstellen. Derzeit kann man noch von keiner direkten Praxisrelevanz durch die Entdeckung der neuen Flaviviren berichten. Vermutet wird jedoch, dass in Zukunft die Kenntnisse über die jüngst bekannt gewordenen Viren sowohl in der Praxis als auch im Verstehen der Ätiologie der Theiler’s Disease große Fortschritte bringen könnte. Will man bei einem fulminant erkrankten Fohlen, Tyzzer’s Disease als Verdachtsdiagnose bestätigen oder ausschließen, kann man sich die RT-PCR zur Detektierung von C. piliforme zu Nutze machen. Wann immer einem Tierarzt eine trächtige Stute mit Hepatopathien und womöglich HE vorgestellt wird, ist es anzuraten, das Fohlen nach der Geburt gut zu betreuen und auf mögliche Anzeichen einer HE gründlichst zu untersuchen und zu behandeln, da Neurotoxine, wie Ammoniak, die Plazentaschranke überschreiten können.


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