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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation

Publikationsjahr: 2017

AutorInnen: Güngör, Osman

Titel: Non-invasive Lungenfunktionsmessungen beim Esel.

Titelvariante: Non-invasive pulmonary function tests in donkey

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 50.


Betreut von:

Van Den Hoven Rene

Begutachtet von:
Peham Christian

Einrichtung:
Klinische Abteilung für Interne Medizin Pferde


Abstract:
Respiratorische Funktion beim Esel wurde mittels Forced Oscillometry Technique (FOT) nicht ausreichend charakterisiert. Darüber hinaus wurde die Atemarbeit der Thorax- und Bauchmuskeln von Eseln nicht adäquat quantifiziert. Das Ziel dieser Studie war es, die Unterschiede der Thorax- und Bauch-Exkursionen während der Atmung mit Hilfe der Respiratorischen Ultraschall-Plethysmographie (RUP) zu analysieren. Synchronisation, Rhythmus und relativer Beitrag der Thorax- und Bauchmuskulatur wurden analysiert. Übergeordnetes Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Atmungsimpedanz (Zrs) und ihrer beiden Terme, den Widerstand (Rrs) und die Reaktanz (Xrs), zu quantifizieren von als gesund betrachten Eseln, um Referenzwerte für die Diagnose Lungenerkrankungen bei Eseln zu ermöglichen. Das RUP-System in seiner aktuellen Form ist zu sensibel für Signalrauschen und Daten sind schwer zu quantifizieren. Dennoch, mit einem alternativen Algorithmus, erschien die Atemstrategie von gesunden und hustenden Eseln anders. Die Atemfunktion wurde gemessen mit Forced Oszillometrie Technik (FOT). Zrs, Rrs und Xrs wurden bei Oszillationsfrequenzen (f) im Bereich von 2 Hz bis 7 Hz gemessen. Die Rohdaten wurden für Ausreißer gereinigt und statistisch ausgewertet. Insgesamt wurden 18 Esel getestet. Daten von zwei Eseln mussten aufgrund vollständig bizarrer Werte und Muster aus der Analyse herausgenommen werden. Während der Messungen wurde bemerkt, dass einige Tiere leicht husteten und daher wurde post-hoc das Effekt des Hustens auf Gruppenmittelwerte untersucht wurde. Unterschiede der Gruppenmittelwerte von Rrs und Xrs wurden mit Mann Whitney-U-Test für unabhängige Proben analysiert. Innerhalb des Oszillationsfrequenzintervalls von 2 bis 7 Hz zeigen die Esel keine deutliche Frequenzabhängigkeit von Zrs oder Rrs wie bei Pferden auftritt. Jedoch, Zrs und Rrs sanken leicht von 2 auf 3 Hz, danach blieben die beide Parameter relativ stabil. Der Mittelwert von Xrs bewegte sich um die Null. Es konnte gezeigt werden, dass bei der Hustengruppe die Rrs im Vergleich zur gesunden Gruppe, insbesondere bei den niedrigeren Frequenzen (f =2 bis 5 Hz), erhöht war, während Xrs bei den gesunden Eseln bei den höheren Frequenzen signifikant höher war. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die hustenden Esel haben erhöhte respiratorische Resistance der unteren Atemwege und reduzierte Fähigkeit der Atemwege, kapazitive Energie zu speichern. Letzteres ist mit Steifheit der Lunge oder mit Hyperinflation und Verlust der Lunge elastische Rückstoß verbunden. Der Husten wurde als mit einer leichten Bronchitis durch die Lungenwürmer (Dictyocaulus arnefeldii) assoziiert. Die Ergebnisse dieser Pilotstudie zeigen, dass mit FOT subklinische Bronchialerkrankung von Eseln diagnostiziert werden kann. Weitere Untersuchungen sind jedoch erforderlich, um das optimale Oszillationsspektrum zu bestimmen und Verbesserungen für Messverfahren einschließlich der Verwendung besserer Masken zu machen, bevor das Verfahren für diagnostische Zwecke verwendet werden kann.


Im Rahmen der Hochschulschrift entstandene Publikation(en):

Güngör, O; Van, Den, Hoven, R (2017): A study on observation of respiratory ultrasound plethysmography in Donkeys [Eşeklerde solunum ultrason pletismografisinin gözlemlenmesi üzerine bir çalışma]. Kafkas Universitesi Veteriner Fakultesi Dergisi 2017; 23: 797-801
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