Veterinärmedizinische Universität Wien Forschungsinformationssystem VetDoc

Grafischer Link zur Startseite der Vetmeduni Vienna

Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2003

AutorInnen: Kogler, J

Titel: Anatomische und funktionelle Untersuchungen zur Technik der Epiduroskopie beim Hund.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 88.

Autor/innen der Vetmeduni Vienna:

Dörner Judith

Betreut von:
Lorinson Dragan


Abstract:
Diese Arbeit diente der Etablierung der Epiduroskopie als minimal-invasives Verfahren in der Veterinärmedizin. Die anatomische Grundlagenstudie am Beginn diente der Identifizierung des am besten geeigneten Zugangs zum Epiduralraum. Dafür wurde an 8 Hundeleichen in 4 verschiedenen Positionen das Foramen lumbosacrale vermessen, wobei in der Position A (Bauchlage mit nach vorne gestreckten Hinterbeinen) die größten Ausmaße erreicht wurden. Für die praktische Studie an 11 Hundeleichen wurde ein flexibles Mikro-Endoskop mit einer Länge von 40 cm sowie einem Außendurchmesser von 2,35 mm verwendet. Das Einführen des Trokars in der zuvor ermittelten Lagerungsposition gelang in 3 Fällen beim ersten Versuch, in 3 Fällen beim zweiten Versuch und in 2 Fällen beim dritten Versuch. Bei je einem Hund waren 4 bzw. 5 Versuche notwendig um in den Epiduralraum vorzudringen. Das Vorführen des Epiduroskops gelang bei allen Hunden problemlos, ebenso wie das Einführen eines Epiduralkatheders unter Sicht über den Arbeitskanal des Endoskops. Unter bedarfsangepasster Spülung mit 0,9%iger Kochsalzlösung konnten detailgetreue Bilder aus dem Epiduralraum erhalten werden. Eindeutig identifiziert werden konnten in allen 11 Fällen das Rückenmark mit der es umgebenden Dura mater spinalis, die Wurzeln der Spinalnerven, Blutgefäße, epidurales Fettgewebe sowie außen die mit Endorhachis ausgekleidete knöcherne Begrenzung des Wirbelkanals. Diese Studie liefert den Beweis, dass aufgrund der anatomischen und technischen Gegebenheiten eine Epiduroskopie beim Hund möglich ist.Die Anwendung dieser minimal-invasiven Methode zur Diagnostik und Therapie rücken-marksnaher Erkrankungen bei lebenden Patienten bedarf weiterführender klinischer Studien.

Schlagworte:
Epiduroskopie / Endoskopie / Epiduralraum / minimal-invasive-Chirurgie


© Veterinärmedizinische Universität Wien Hilfe und Downloads