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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2003

AutorInnen: Tham, T

Titel: Inzidenz von vesikourachalen Divertikeln beim Hund.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 50.

Betreut von:

Lorinson Dragan


Abstract:
Bei 50 frischtoten Hunden, die anamnestisch keine klinisch apparenten urogenitalen Erkrankungen aufwiesen, wurde nach der Euthanasie mittels eines Harnkatheders eine Blasenfüllung mit einem Gemisch aus 4%igem Formol und Iopamidol (Jopamiro®) im Verhältnis 4:1 durchgeführt. Anschließend wurde eine latero-laterale Röntgenaufnahme angefertigt sowie medianer Laparatomie der Harnblasenscheitel chirurgisch entfernt. Dieser wurde dann in 4%iges Formol eingelegt und histologisch untersucht. Insgesamt wurden bei 17 Hunden ein vesikourachales Divertikel (vD) festgestellt (34 %). Bei 15 von diesen vD (30%) handelte es sich um ein makroskopisches vD, sichtbar gemacht in der positiven retrograden Röntgenkontrastdarstellung. Zwei vD konnten nur histologisch festgestellt werden (4 %) und wurden somit als mikroskopische vD klassifiziert. Histologisch konnten alle 17 vD gefunden werden, wobei 15 als intramurale und eines als extramurales vD und als besondere Ausnahme eine Zyste klassifiziert werden konnte. Die Histologie ist als genauere Diagnosemethode zur Entdeckung und Klassifizierung der vD anzusehen, während die Röntgenologie die technisch einfachere und weniger zeit- und arbeitsintensive Methode darstellt. Die klinische Relevanz der vD bedarf weiterer klinischer Studien.

Schlagworte:
Hunde / Harnblase / Vesikourachales Divertikel / Röntgenologische Untersuchung / Histologische Untersuchung


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