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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2010

AutorInnen: Kaufmann, Lukas

Titel: No Contact Plate, Winkelstabiles Osteosynthesesystem - retrospektive Studie.

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 49.


Betreut von:

Vidoni Britta

Begutachtet von:
Dupré Gilles
Vidoni Britta

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Kleintierchirurgie


Abschluss Datum: 20.04.10


Abstract:
In dieser Diplomarbeit wird eine an der Klinik für Kleintierchirurgie der Veterinärmedizinischen Universität Wien neu angewandte Knochenplatte beschrieben. Es handelt sich dabei um die No Contact Platte (NCP). Diese Platte hat durch Verriegelung der Schrauben in der Platte keinen Kontakt zur Knochenoberfläche. Infolge des fehlenden Anpressdruckes der Platte zum Knochen wird im Unterschied zur DCP die periostale Perfusion bei der NCP erhalten. Sie ist winkelstabil, was zu anderen biomechanische Eigenschaften im Vergleich zur DCP führt. Es wurden 15 Patienten mit unterschiedlichen Schaftfrakturen mit einer NCP behandelt. Die Ergebnisse wurden retrospektiv aus den Krankengeschichten auf Belastung, Lahmheit sowie durch klinische wie radiologische Untersuchungen evaluiert. Die Zufriedenheit der Patientenbesitzer wurde entweder bei den klinischen Kontrollen oder durch telefonisch geführte Nachkontrollen beurteilt. Alle Patienten zeigten nach durchschnittlich 1,29 Tagen (1 bis 4 Tagen) eine Lahmheit besser Grad III und nach 4,93 Tagen (1 bis 14 Tagen) eine Lahmheit besser oder gleich Grad II. Lahmheitsfrei waren alle Patienten nach durchschnittlich 22 Tagen (1 bis 62 Tagen). Bei radiologischen Nachkontrollen konnte nach durchschnittlich 42 Tagen bei 80 % der untersuchten Patienten ein frakturüberbrückender Kallus nachgewiesen werden. Bei zwei Patienten musste die Platte frühzeitig wegen Komplikationen, im direkten Zusammenhang mit der Platte, entfernt werden. Zwei Patienten hatten Komplikationen im Zusammenhang mit den zusätzlich gewählten Osteosyntheseverfahren. Die Plattenentfernung wurde bei zwei Patienten früher durchgeführt als bei dem von PIERMATTEI et. al. (2006) angegebenen Zeitpunkt, bei zwei Patienten deckt sich der Zeitpunkt und bei einem Patienten war der Zeitpunkt der Plattenentfernung später als bei dem von PIERMATTEI et. al. (2006) angeführten idealen Zeitpunkt für die Plattenentfernung. Röntgenologisch liegt die Heilungszeit in oder gelegentlich vor der von PIERMATTEI et. al. (2006) angeführten Zeitperiode. Die Komplikationsrate ist im Vergleich zu herkömmlichen Osteosynthesesystemen mit 14,3% geringer.


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