Veterinärmedizinische Universität Wien Forschungsinformationssystem VetDoc

Grafischer Link zur Startseite der Vetmeduni Vienna

Gewählte Publikation:

Open Access Logo

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2011

AutorInnen: Parzer, Sophia

Titel: Microtomographic findings in endodontically infected equine cheek teeth.

Titelvariante: Mikrotomographische Befunde in endodontisch infizierten Backenzähnen des Pferdes

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 103.


Betreut von:

Zetner Karl

Begutachtet von:
Rijkenhuizen Astrid

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Kleintierchirurgie


Abschluss Datum: 14.04.11


Abstract:
Obwohl bislang schon viele mögliche Ursachen dargelegt wurden, sind noch gewisse Aspekte der Pathologien endodontischer Erkrankungen ungeklärt. In dieser Studie wurden 66 Ober– und Unterkieferbackenzähne in eine Patientengruppe und eine Kontrollgruppe unterteilt. Alle Ober– und Unterkieferbackenzähne wurden einer makroskopischen und mikrotomographischen Untersuchung und der Schnittdarstellung unterzogen. Bei der makroskopischen Untersuchung wurden die Kaufläche, die Seitenflächen und die Wurzel jedes einzelnen Zahnes evaluiert. Der Schwerpunkt der Untersuchung lag an der Kaufläche, insbesondere die Darstellung eröffneter Pulpen mittels einer Sonde. Endodontisch erkrankte Backenzähne und gesunde Backenzähne wurden mit Hilfe eines hoch auflösenden Micro CTs (Dual Source RayScan 250E) untersucht. Mit dieser Technik war es möglich das komplexe endodontische System dreidimensional darzustellen. Unterschiede in den Kommunikationsmustern einzelner Pulpenkanäle konnten bei Backenzähnen mit eröffneten Pulpen, bei endodontisch erkrankten Backenzähnen mit intakter Pulpa und der Kontrollgruppe erfasst werden. Eine erstaunlich hohe Anzahl an kalzifizierten Gebilden (pulp stones) konnte innerhalb des endodontischen Systems nachgewiesen werden. Diese Dentinstrukturen wurden unterteilt in Strukturen mit Verbindung zum umliegenden Gewebe (attached pulp stones) und in Strukturen ohne Verbindung (free pulp stones). In der Patientengruppe I konnten bis zu 164, in der Patientengruppe II und der Kontrollgruppe bis zu 27 pulp stones aufgezeichnet werden. Eine deutlich höhere Anzahl an pulp stones konnte in Pulpenkanälen mit eröffneter Pulpa an der Kaufläche (p<0.001) nachgewiesen werden. Die Bildung dieser pulp stones ist auf vorherrschende Infektionen innerhalb der Pulpa zurückzuführen. Je länger die Pulpa vital bleibt umso mehr Zeit hat das Pulpengewebe diese Steine als Reparaturmechanismus zu bilden.

Schlagworte:
Pferd / Microtomographie / Backenzahn / Backenzähne / Pulpa / Pulpensteine / Pulpenkommunikation / Computertomographie / endodontisch


© Veterinärmedizinische Universität Wien Hilfe und Downloads