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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2011

AutorInnen: Gerdenits, Julia

Titel: Physikalische Therapie nach Bandscheibenoperationen beim Hund.

Titelvariante: Physical therapy after decompressive spinal cord surgery – a retrospective study

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 41.


Betreut von:

Bockstahler Barbara

Begutachtet von:
Lorinson Dragan

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Kleintierchirurgie


Abschluss Datum: 21.11.11


Abstract:
Die physikalische Therapie hat sich in den vergangenen Jahren durch die Fortschritte in der Veterinärchirurgie und die damit verbundenen Ansprüche der Tierbesitzer immer mehr auch in der Veterinärmedizin etabliert. Ziele hierbei sind eine schnellere Rekonvaleszenz und die Gesunderhaltung des Tieres. In der vorliegenden retrospektiven Arbeit wurden die Daten von 56 Hunden, die im Zeitraum von April 2004 bis Mai 2010 an der Veterinärmedizinischen Universität einer Bandscheibenoperation mit anschließender physikalischer Therapie unterzogen wurden, aus dem TIS untersucht. Ziel war es zu erarbeiten, welche Arten der physikalischen Therapie nach Bandscheibenoperationen am häufigsten Anwendung finden und wie sich die Anzahl und Dauer der physikalischen Therapie bzw. der Schweregrad des Bandscheibenvorfalles auf den Therapieerfolg auswirken. Die Hypothese lautete, dass mit steigendem Schweregrad der Bandscheibenerkrankung auch die Dauer der benötigten physikalischen Therapie steigt. Die Hunde waren zum Zeitpunkt der Operation durchschnittlich 6,1 ± 2,7 Jahre alt und es zeigte sich, dass Dackel mit 32,1 % häufiger einen Bandscheibenvorfall erlitten als andere Rassen. Die überwiegende Eingriffsstelle während der Operation war Th12-Th13. In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass ein frühzeitiger Beginn der physikalischen Therapie nach der Bandscheibenoperation zu einer kürzeren Dauer der physikalischen Therapie führt. Es muss angemerkt werden, dass Hunde mit einem Bandscheibenvorfall im Zervikalbereich später mit der physikalischen Therapie begannen als die Hunde mit einem Vorfall weiter kaudal. Nach statistischer Auswertung konnte ein Zusammenhang zwischen PT-Gruppe und Therapieerfolg ermittelt werden: mit steigender PT-Gruppe senkte sich der Therapieerfolg. Weiters wurde bemerkt, dass mit steigendem IVDD-Grad die Dauer der PT verlängert wurde und der Erfolg schlechter war.


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