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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2012

AutorInnen: Bucher, Ramon

Titel: Laparascopic Cryptorchidectomy in Dogs.

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 46.


Betreut von:

Liehmann Lea

Begutachtet von:
Schäfer-Somi Sabine

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Interne Medizin Kleintiere


Abschluss Datum: 13.06.12


Abstract:
Kryptorchismus ist die Retention eines oder beider Hoden mit einer bei Hunden beschriebener lnzidenz von 0.8 % bis zu 15 % . Auf Grund der Vererbbarkeit der Krankheit ist die empfohlene Therapie die Kryptorchidektomie - die Exzision der retinierten Hoden. Die laparoskopische Kryptorchidektomie ist eine weniger invasive Methode als die offene Laparotomie mit damit assoziierter geringerer intra- und postoperativer Morbidität. Operative Laparoskope verfügen über einen Arbeitskanal, über den ein Instrument, wie eine Fasszange oder ein System zur Gefäßversiegelung, eingeführt werden kann. In Kombination mit transabdominalen Haltenähten zur Fixation von intra-abdominalen Organen kann eine Reduktion der Anzahl der Zugänge erzielt werden. In der Vorstudie haben die Krankengeschichten von 27 Hunden gezeigt, dass die Versiegelungskapazität des LigaSure®-Systems zur Gefäßversiegelung (LigaSure V, Valleylab, Covidien, Vienna, Austria) für die Versiegelung des kaninen Samenstranges und der Gefäße abgestiegener Hoden ausreicht. Die Ein- und Zwei-Port-Technik der laparoskopischen Kryptorchidektomie werden beschrieben. Seide Techniken wurden mit einem operativen Laparoskop, transabdominalen Haltenähten für die intra-abdominale Fixation von Organen und dem LigaSure®-System zur Gefäßversiegelung für die Versiegelung und Transsektion von Geweben durchgeführt. In der Hauptstudie wurden die Krankengeschichten von neun Hunden untersucht, die einer laparoskopischen Kryptorchidektomie unterzogen worden waren . Mittlere ± S O Operationsdauer war 44mi n ± 22m i n ( 1 5min - 1 h 1 Om i n). Die einzige intraoperative Komplikation war eine geringgradige Lazeration der Milz. Intraoperative Befunde, die zu einer Änderung des Verfahrens oder zu einer Konversion führten, waren: Diagnose eines inguinal retinierten Hodens, der zuvor als abdominal retiniert diagnostiziert worden war (1 ) und Hodenvergrößerung sowie Verklebung eines Hodens mit dem Omentum (1 ). Das Ergebnis aller Operationen war gut. Diese Studie kommt zu dem Schluss, dass die laparoskopische Kryptorchidektomie in der Ein- oder Zwei-Port-Variante mit Hilfe des LigaSure®-Systems zur Gefäßversiegelung eine mögliche und sichere Therapie gegen Kryptorchismus bei Hunden ist.


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