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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2012

AutorInnen: Haider, Georg

Titel: Evaluierung der Tubusgröße anhand phänotypischer Parameter bei adulten Hunden unterschiedlicher Rassen.

Titelvariante: Comparison of tracheal tube size with some phenotypic parameters in adult dog

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 66.


Betreut von:

Lorinson Dragan

Begutachtet von:
Auer Ulrike

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Interne Medizin Kleintiere


Abschluss Datum: 27.02.12


Abstract:
Die endotracheale Intubation ist von großer Bedeutung, um die Atemwege zu sichern, eine ausreichende Sauerstoffversorgung, sowie eine adäquate Ventilation zu gewährleisten. Um Patienten ein Inhalationsanästhetikum zu verabreichen ist eine endotracheale Intubation notwendig. Die Wahl der Tubusgröße ist vor allem für Studierende und Berufseinsteiger schwierig. In der Humanmedizin, vor allem in der Pädiatrie, gibt es bereits Formeln zur Berechnung der korrekten Größe des endotrachealen Tubus. In vorangegangenen Studien wurde gezeigt, dass es bei Hunden einen Zusammenhang zwischen Körpermasse und dem inneren Durchmesser der Trachea gibt. Auch andere phänotypische Merkmale wurden bei bestimmten Rassen bereits untersucht. In dieser Studie wurden phänotypische Merkmale und der innere Durchmesser der Trachea von 100 adulten Hunden unterschiedlicher Rassen erhoben und mit Hilfe statistischer Methoden miteinander verglichen. So wurde gezeigt, dass es bei Hunden einen Zusammenhang zwischen dem inneren Durchmesser der Trachea und phänotypischen Merkmalen, wie der Körpergröße, der Körpermasse und der Breite des Metakarpalballens gibt. Aus diesen Ergebnissen wurden eine körpergrößenabhängige Formel, eine körpermasseabhängige Formel, sowie eine körpergrößen- und körpermasseabhängige Formel für die Berechnung des inneren Durchmessers der Trachea entwickelt. Zusätzlich konnte gezeigt werden, dass sich die Breite des Metakarpalballens dazu eignet, die Körpermasse von Hunden zu schätzen. Dies ist vor allem in Notfallsituation von großer Bedeutung. Außerdem liefert die Studie die Grundlage dafür, eine Formeltabelle zu entwickeln, welche Studierenden sowie Berufsanfängern einen Richtwert für die korrekte Tubusgröße liefern soll. Um genauere Formeln zur Berechnung des IDT zu finden, ist es notwendig noch weitere Studien mit einem größeren Patientenaufkommen durchzuführen. Des Weiteren wird empfohlen, die Korrelation zwischen der Breite des Metakapalballens und der Körpermasse genauer zu untersuchen.


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