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Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2013

AutorInnen: Docheva, Denitza

Titel: Influence of the suture length to wound length ratio in coeliotomy closure: Literature review and relevance in human medicine.

Titelvariante: Einfluss des Verhältnisses von Wundlänge zu Fadenlänge auf dem Verschluss von Zölitomiewunden in der Humanmedizin und dessen Relevanz

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 77.


Betreut von:

Dupré Gilles

Begutachtet von:
Schäfer-Somi Sabine

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Kleintierchirurgie


Abschluss Datum: 11.02.13


Abstract:
Einleitung: Die Laparotomie ist eine häufig angewendete chirurgische Methode um einen Zugang zum Abdomen zu schaffen. Obwohl in den letzten Jahren die Medizinforschung viele minimal invasive Techniken eingeführt hat, die Laparotomie kann immer noch nicht ersetzt werden. Aber diese chirurgische Intervention ist mit vielen postoperativen Komplikationen verbunden, die aus einem unangemessen Verschluss der chirurgischen Wunde resultieren. Um die Komplikationsrate zu minimieren wurde das Prinzip der Nahtlänge-zu-Wundlänge Verhältnis entwickelt. Das Ziel dieser Diplomarbeit ist die vorhandenen Studien über dieses Thema zu evaluiren, das optimal Verhältnis zu bestimmen und zu untersuchen ob ein Nahtlänge-zu- Wundlänge Verhältnis von 4:1 das Auftreten von postoperativen Komplikationen reduzieren kann. Material und Methode: Zwischen Februar und September 2011 wurden die Datenbanken Medline, PubMed, SciVerse Scopus, OvidSP and ISI Web of Knowledge durchsucht und alle Studien über den Verschluss der Abdominalwunde nach einer Laparotomie unter Berücksichtigung der Nahtlänge-zu- Wundlänge Verhältnis wurden erfasst. Alle Studien wurden nach den Kriterien der Cochrane Musculoskeletal Review Group (SANTESSO et al., 2006) beurteilt und in vier Evidenzklassen eingeteilt – “Platin, Gold, Silber und Bronze”. Ergebnisse: Siebzehn repräsentative Studien wurden erfasst und evaluiert. Sechzehn Studien wurden in der Evidenzklasse “Silber” eingeteilt und eine Studie – in der Evidenzklasse “Bronze”. Vierzehn Studien ziehen die Schlussfolgerung, dass das optimale Nahtlänge-zu-Wundlänge Verhältnis für den Verschluss der Laparotomiewunde 4:1 oder mehr ist. In einer Studie ist die Meinung vetreten, dass das optimale Nahtlänge-zu-Wundlänge Verhältnis 6:1 ist. Die evaluierten experimentellen Studien untersuchten auch die optimal Stichlänge für das Erreichen von einem Verhältnis von 4:1 und beschliessen, dass die Anwendung von kürzeren Stichen für die Wundheilung vorteilhaft ist. Fünf Literaturübersichten und eine Meta-Analyse unterstüzen auch die Hypothese dieser Diplomarbeit, dass ein Nahtlänge-zu-Wundlänge Verhältnis von 4:1 mit wenigen postoperativen Komplikationen verbunden ist. Schlussfolgerung: Die evaluierte Literatur deutet darauf hin, dass das optimale Nahtlänge-zu-Wundlänge Verhältnis fü den Verschluss einer Lapatomiewunde 4:1 oder mehr ist. Dieses Verhältnis kann als Parameter für die Überwachung von der chirurgischen Technik und die richtige Anwendung dieser Methode kann die postoperative Wundheilungsstörungen reduzieren.


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