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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2003

AutorInnen: Graf, G

Titel: Untersuchungen zur klinischen Anwendbarkeit der paraossären Klammer-Cerclage-Stabilisierung bei Hunden und Katzen.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 77.

Betreut von:

Niebauer Gerhard


Abstract:
Es wurde die klinische Anwendbarkeit der Paraossären Klammer-Cerclage-Stabilisierung nach Wanivenhaus, einer neuen Osteosynthesetechnik zur Versorgung von Schaftfrakturen bei Kleintieren untersucht. An 51 unterschiedlichen Diaphysenfrakturen von 23 Hunden und 25 Katzen verschiedenen Alters und Gewichts wurden Indikationsspektrum, Operationsverfahren und Heilungsverlauf klinisch und röntgenologisch untersucht. Die Fixation erfolgte ausschließlich mittels intraoperativ aus Kirschner-Bohrdrähten angefertigten Klammern und Doppelcerclagen aus chirurgischem Draht. Durch geringe Freilegung des Knochens, schmale Implantatauflage und minimale Invasion ins Knochenmark werden die medulläre und periostale Blutversorgung sowie Gefäße der umliegenden Weichteile weitgehend geschont. Postoperativ konnte in allen Fällen eine der anatomischen Knochenform entsprechende achsen- und längengerechte sowie rotationsstabile Fixation mit minimaler Restbeweglichkeit im Frakturspalt dokumentiert werden. Mit Ausnahme eines Komplikationsfalls, bei dem es entwicklungsbedingt zu Implantatlockerung kam, konnte bei den Tieren frühe Belastung und rasche funktionelle Rehabilitation der operierten Extremitäten und röntgenologisch deutliche Anbildung von peripherem Kallus festgestellt werden. Komplizierte Splitter- und kontaminierte offene Brüche heilten komplikationslos. Eine Beeinträchtigung des Knochenwachstums bei jungen Tieren konnte nicht festgestellt werden. Auch nach längeren Zeiträumen imponierte der feste, reaktionslose und beschwerdefreie Sitz der Implantate. Wurden Klammern entfernt, konnte mit bedeutend kleineren Zugängen als bei der Erstoperation das Auslangen gefunden werden. Universelle Einsetzbarkeit, schonende Operationstechnik, kostengünstige Implantate und geringer Instrumentenbedarf, frühe Mobilisation und "biologische" Knochenheilung sowie gute Langzeitverträglichkeit eingesetzter Materialien bestätigen die klinische Anwendbarkeit der Paraossären Klammer-Cerclage-Stabilisierung.

Schlagworte:
Osteosynthese / Paraossäre Klammer-Cerclage-Stabilisierung / biologische Osteosynthese / Schaftfrakturen / Hund / Katze


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