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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2004

AutorInnen: Schnabl, E

Titel: Tibiaplateauwinkelmessungen bei der Katze.

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 70.

Autor/innen der Vetmeduni Vienna:

Schnabl-Feichter Eva

Betreut von:
Niebauer Gerhard


Abstract:
Diese Studie diente der Analyse des Tibiaplateauwinkels bei der Katze, wobei die Durchführbarkeit der für den Hund etablierten Meßmethode sowie ein eventueller Einfluß des Nationales und eines kranialen Kreuzbandrisses überprüft wurden. Es wurden 100 Katzen (173 Messungen) ohne Kreuzbandriss und 20 Katzen (36 Messungen) mit Kreuzbandruptur orthopädisch untersucht und im mediolateralen Strahlengang nach der Methode von SLOCUM u. DEVINE (1983) geröntgt. Die restlichen 31 Kniegelenke konnten aufgrund von technischen Problemen oder degenerativen Gelenksveränderungen nicht vermessen werden. Die gemessenen Röntgenbilder wurden auf das Vorkommen von degenerativen Gelenksveränderungen, einer offenen oder geschlossenen proximalen Tibiaepiphyse und auf ein eventuell vorhandenes double condyle sign untersucht. Die orthopädisch gesunden Katzen zeigten einen durchschnittlichen Tibiaplateauwinkel von 20,5 Grad. Die Katzen mit Kreuzbandruptur hatten einen durchschnittlich größeren Tibiaplateauwinkel von 24,75 Grad. Die Messungen am rechten und linken Knie korrelierten in beiden Gruppen miteinander. Kein Unterschied im Tibiaplateauwinkel konnte im Bezug auf das Alter oder das Gewicht festgestellt werden. Männlich intakte Kater wiesen einen größeren Tibiaplateauwinkel, vor allem am rechten Kniegelenk auf, verglichen mit den weiblichen und männlich kastrierten Katzen (p = 0,05). Perserkatzen hatten einen statistisch signifikanten (p = 0,018) größeren Tibiaplateauwinkel an der linken Hinterextremität als die Europäisch Kurzhaarkatzen. Radiologische Veränderungen wie Arthrosen, ein double condyle sign bzw. der Zustand der Epiphysenfugen hatten keinen Einfluß auf die Größe des Tibiaplateauwinkels. Der in dieser Studie statistisch signifikant größere Tibiaplateauwinkel bei Katzen mit Kreuzbandruptur gegenüber den Katzen ohne Kreuzbandriß spricht, wie beim Hund, für den Einfluß eines steileren Tibiaplateaus auf das Auftreten eines kranialen Kreuzbandrisses.

Schlagworte:
Katze / kraniale Kreuzbandruptur / Tibiaplateauwinkel / TPLO


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