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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2013

AutorInnen: Outschar, Matthias

Titel: Retrospektive Studie zur Klinik und Pathohistologie von Hornhauterkrankungen beim Pferd.

Titelvariante: Retrospective study on the clinic and pathohistology of corneal diseases in horses

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 47.


Betreut von:

Nell Barbara

Begutachtet von:
Weissenböck Herbert

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Kleintierchirurgie


Abschluss Datum: 05.03.13


Abstract:
Diese retrospektive Studie beschäftigte sich mit der Korrelation des ophthalmologischen Befundes von entzündlichen Hornhauterkrankungen des Pferdes mit dem Befund des dazugehörigen pathohistologischen Präparats. Es wurden 38 Augen von 36 Patienten aus den Jahren 2001 bis 2011 in die Studie aufgenommen. Es musste sowohl ein klinischer, als auch ein pathohistologischer Befund vorliegen. Aus den vorhandenen Paraffinblöcken wurden die Schnitte neu angefertigt, und in Hämatoxylin-Eosin, Brown und Brenn, Acid–fast–tricrome, Grocott und Periodic acid-Schiff gefärbt. Jedes Auge wurde sowohl ophthalmologisch, als auch pathohistologisch nach dem für diese Studie entwickelten Beurteilungsschlüssel befundet. Es wurden folgende Symptome vergleichend beurteilt: Ödem, Entzündung, Kollagenolyse, Defekt, Gefäßeinsprossung, Pigmenteinlagerung, Kalzium Einlagerung, Vernarbung. Unter Berücksichtigung der Tiefenausdehnung von einigen Veränderungen, konnte eine Korrelation des klinischen mit dem pathohistologischen Befund von 71,71% erzielt werden. Etwas besser, mit 82,89%, stellte sich das Ergebnis bei vollständigem Verzicht auf die Tiefenausdehnung der Symptome dar. In dem Patientengut aus 11 Jahren wurden in 6 Fällen Bakterien und in 12 Fällen Pilze nachgewiesen. Mikrosporidien konnten in keiner Probe nachgewiesen werden. Der Grad der Korrelation hängt sehr stark von dem Beurteilungsschema ab. Je weiter die zu beurteilenden Symptome ausdifferenziert werden, umso schlechter ist die Korrelation. Die hier ausgewählten Symptome wurden jedoch sowohl ophthalmologisch, als auch pathohistologisch genau definiert. Wurde von den Klinikern ein Symptom beschrieben, konnte dies in den meisten Fällen auch pathohistologisch bestätigt werden. Diskrepanzen gab es teilweise bei der Beurteilung der Tiefenausdehnung eines Symptoms. Ohne ophthalmologische Befunde fehlen dem Pathologen oft wichtige Informationen, welche bei der Beurteilung einer winzigen Keratektomieprobe unabdingbar sind. Schnittbedingte Unklarheiten bei sehr kleinen Keratektomieproben können pathohistologisch zu Schwierigkeiten in der Beurteilung führen.


Im Rahmen der Hochschulschrift entstandene Publikation(en):

Outschar, M; Fuchs-Baumgartinger, A; Nell, B (2013): Retrospektive Studie zur Klinik und Pathohistologie von Hornhauterkrankungen beim Pferd. Pferdeheilkunde (29), 6 745-752.

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