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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2015

AutorInnen: Strasser, Therese

Titel: Ein Vergleich der Bodenreaktionskräfte von Labrador Retrievern im Schritt auf der Ebene und auf Schrägen.

Titelvariante: A comparison of ground reaction forces during level and cross-slope walking in Labrador Retrievers

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 30.


Betreut von:

Bockstahler Barbara

Begutachtet von:
Thalhammer Johann

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Kleintierchirurgie


Abschluss Datum: 18.12.15


Abstract:
Unser alltägliches Umfeld erfordert vielseitige Anpassungen des muskuloskelettalen Systems, um die jeweiligen Untergründe und Hindernisse meistern zu können. Gesunde Individuen haben normalerweise keine Schwierigkeiten, auf unebenen bzw. rutschigen Böden zu gehen. Bei orthopädisch oder neurologisch erkrankten Tieren und Menschen kann dies aber eine ungeahnte Herausforderung darstellen. Die meisten Ganganalysen beschäftigen sich mit der Belastung der Extremitäten in der Ebene oder bergauf bzw. bergab, die Kompensationsmechanismen, welche beim Gehen auf quergeneigten Schrägen zum Tragen kommen, sind leider kaum erforscht. Ziel dieser Arbeit war es daher, für eben jene oben genannten Verhältnisse Grundlagenwerte für gesunde Hunde zu stellen. Zehn gesunde Labrador Retriever im Alter von ein bis sieben Jahren wurden in diese Studie einbezogen. Die Hunde wurden im Schritt über eine Druckmessplatte geführt, welche in der Ebene lag bzw. in zwei weiteren Durchgängen mit jeweils einem Winkel von 10° und 15° seitlich geneigt wurde. Anschließend wurden die Geschwindigkeit, die Schrittlänge, die vertikale Spitzenkraft und der vertikale Impuls berechnet und verglichen. Es zeigte sich, dass die obenliegende Hinterextremität auf der Schräge deutlich geringere Werte aufwies als in der Ebene. Diese Verringerung wurde hauptsächlich durch die untenliegende Vorderextremität kompensiert. Das andere diagonale Beinpaar zeigte in den ersten Messungen auf der 15° Schräge eine Verlagerung des Gewichts von der obenliegenden Vorderextremität auf die untenliegende Hinterextremität, was sich aber bis zur dritten Messung auf Werte wie in der Ebene anglich. Insgesamt war der vertikale Impuls ein sensitiverer Parameter als die vertikale Spitzenkraft. Die Studienergebnisse untermauern die Hypothese, dass das Gehen auf der Schräge erhebliche muskuloskelettale Adaptionen des Bewegungsapparates erfordert und somit für orthopädisch oder neurologisch erkrankte Hunde zu Schwierigkeiten führen kann.

Schlagworte:
Hund / Ganganalyse / Bodenreaktionskräfte / Druckmessplatte / Schräge


Im Rahmen der Hochschulschrift entstandene Publikation(en):

Strasser, T; Peham, C; Bockstahler, BA (2014): A comparison of ground reaction forces during level and cross-slope walking in Labrador Retrievers. BMC Vet Res. 2014; 10:241
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