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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Dissertation
Dokumenttyp:

Jahr: 2015

AutorInnen: Eördögh, Reka

Titel: Clinical effect of four eye ointment bases on the cat eye and impression cytology: a novel sampling technique for conjunctival cytology of the feline eye.

Titelvariante: Clinical effect of four eye ointment bases on the cat eye and impression cytology: a novel sampling technique for conjunctival cytology of the feline eye

Quelle: Dissertation, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 33.


Betreut von:

Nell Barbara

Begutachtet von:
Fux Daniela

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Kleintierchirurgie


Abstract:
Erkrankungen der Augenoberfläche bei Katzen werden vor allem mit topischer Behandlung therapiert. Die dabei verwendeten Medikamente stammen aus der Humanophthalmologie und daher ist ihre Verträglichkeit bei Katzenaugen fraglich. Augensalben sind im Gegensatz zu Augentropfen visköser und verweilen daher längere Zeit im Auge. Dadurch ist eine weniger frequente Applikation für den Besitzer notwendig und ein Therapieerfolg wahrscheinlicher. Jedoch konnten wir in der Vergangenheit Reizungen der Bindehaut bei Katzen unter Therapie beobachten und vermuteten einen Zusammenhang mit den verabreichten Augensalben beziehungsweise deren Grundlage. In unserer Studie haben wir daher die Langzeitauswirkungen von 4 verschiedenen Augensalbengrundlagen ausgetestet. Augen von gesunden Katzen zeigten unter topischer Therapie mit Augensalben signifikante klinische Symptome (wie z.B. Blepharospasmus, Bindehauthyperämie, Chemosis). Das Ausmaß der Reaktion hängt von der jeweiligen Salbengrundlage ab. In unserer Studie hat die reine Kohlenwasserstoffgrundlage (sog. ˮFettsalbeˮ) die schwersten Reaktionen verursacht. Resultierend daraus sollte eine lokale Therapie mit Augensalben bei erkrankten Katzenaugen vermieden, da es dadurch zu einer Verschlechterung der Symptomatik kommen kann. Zusätzlich konnte eine neue nicht-invasive Probenentnahmetechnik der Bindehautzytologie bei der Katze von uns entwickelt werden. Hierfür wurden 8 verschiedene Filterpapiere miteinander verglichen. Mit Hilfe von Biopore Membranen (BM) konnten Proben mit der besten Qualität gewonnen werden. Anschließend haben wir 3 verschiedene Methoden der Probengewinnung mit Hilfe der BM miteinander verglichen. Hierbei wurden Proben des dorsotemporalen Fornix mit Hilfe der BMD (BM verbleibt in ihrem ursprünglichen Kunststoffröhrchen) mit Lokalanästhesie, mit Lokalanästhesie und Trocknen der Bindehaut sowie ohne Lokalanästhesie gewonnen. Die Proben mit der höchsten Zellularität und mit der besten Qualität konnten mit Lokalanästhesie und zusätzlichem Trocknen der Bindehaut erreicht werden. Insgesamt ist die BMD ein geeignetes Diagnosewerkzeug für Kliniker - die Probengewinnung und Verarbeitung ist einfach und schnell und eine große Anzahl von Zellen können gewonnen werden.

Schlagworte:
Katzenauge / Impressionszytologie / Salbengrundlage / Irritation / Biopore /


Im Rahmen der Hochschulschrift entstandene Publikation(en):

Eördögh, R; Schwendenwein, I; Tichy, A; Loncaric, I; Nell, B (2016): Clinical effect of four different ointment bases on healthy cat eyes. Vet Ophthalmol. 2016; 19 Suppl 1:4-12

Eördögh, R; Schwendenwein, I; Tichy, A; Nell, B (2015): Impression cytology: a novel sampling technique for conjunctival cytology of the feline eye. Vet Ophthalmol. 2015; 18(4):276-284

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