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Gewählte Publikation:

Publikationstyp: Diplomarbeit
Dokumenttyp:

Jahr: 2016

AutorInnen: Steiner, Verena

Titel: Surgical Treatment of Human Temporal Lobe Epilepsy.

Titelvariante: Surgical Treatment of Human Temporal Lobe Epilepsy

Quelle: Diplomarbeit, Vet. Med. Univ. Wien, pp. 81.


Betreut von:

Dupré Gilles

Begutachtet von:
Pakozdy Akos

Einrichtung:
Universitätsklinik für Kleintiere, Klinische Abteilung für Interne Medizin Kleintiere


Abstract:
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist, eine Zusammenfassung über die üblichen Operationsmethoden in der Humanmedizin zu geben, die zur Behandlung von medikamentenresistenter Temporallappenepilepsie (TLE) eingesetzt werden. Es soll eine Übersicht von möglichen Komplikationen und den verschiedenen Ergebnissen der jeweiligen Methoden dargestellt werden. Die Resultate dieser Arbeit sollen hervorheben, ob eine weitere Recherche in Bezug auf chirugische Behandlungsmöglichkeitenfür die Therapie medikamentenresistenter epileptischer Katzen von Interesse ist. Nach einer Beschreibung der menschlichen Anatomie und den aktuellen chirurgischen Verfahren bei TLE wurde eine ausgedehnte Literatursuche durchgeführt unter Verwendung der Suchmaschine Google Scholar. Die Suchbegriffe waren „Temporallobektomie“, „Amygdalahippokampektomie“ und „Outcome“. Der untersuchte Zeitraum reichte von 2000 bis 2015. Die systematische Prüfung verglich neun Artikel; deren Ergebnisse wurden zusammengefasst und in den nachfolgenden Unterbegriffen eingeordnet: „Anfalls-Outcome“, „neuropsychologisches Outcome“, „Medikamentenentwöhnung“ und „Komplikationen“.Was das Ergebnis der Anfalls-Outcome und das neurologische Outcome betrifft, so wurden keine bemerkenswerten Unterschiede gefunden. Hingegen zeigt sich, was die verschiedenen Vorgehensweisen bei SAH betrifft, ein leicht positiver Trend hin zur transkortikalen Vorgehensweise. Die Operationsseite scheint Einfluss auf die verschiedenen neuropsychologischen Aspekte zu haben. Bei Patienten, die einer ATL unterzogen wurden, scheint eine komplette Absetzung der Medikamente wahrscheinlicher zu sein. Auch verursacht SAH anscheinend mehr Komplikationen, die oft persistent sind. Die Schlussfolgerung ist, dass wegen Vorteilen wie Anfallsreduktion oder Anpassung der medikamentellen Therapie in der Humanmedizin eine chirugische Intervention als eine potenzielle zukünftige Behandlungsmöglichkeit für Katzen von Interesse sein kann. Jedoch stellt sich die Frage, ob eine Operation überhaupt möglich wäre für Katzen, und diese kann nur durch weitere Untersuchungen beantwortet werden, beispielsweise hinsichtlich des Zugangs zum felinen Temporallappen und mögliche chirurgische Adaptionen. Deswegen ist es sehr wichtig, weiteres Wissen zusammenzutragen, welches als Grundlage für die Planung solcher Forschung dient.


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